trend-EXKLUSIV: Wolford-Zentrale vor Verkauf?

Die Liegenschaft, auf der die Wolford- Zentrale steht, soll um 70 Millionen Euro an Beschlägehersteller Blum verkauft werden.

trend-EXKLUSIV: Wolford-Zentrale vor Verkauf?

Noch werden in der Wolford-Zentrale in Bregenz fleißig Masken produziert. Doch wie lange noch? Denn Unternehmensinsider berichten, dass das Grundstück, auf dem das Headquarter angesiedelt ist, in Kürze verkauft werden soll. Der Kaufvertrag mit dem Nachbarn, dem Möbelbeschlägehersteller Blum, sei bereits unterschriftsreif. Kolportierte 70 Millionen Euro soll Blum dafür bezahlen.

Die Mehrheit von Wolford wurde bekanntlich vor zwei Jahren an den chinesischen Mischkonzern Fosun verkauft, der rund 58 Prozent am Wäschehersteller besitzt. Die nötige versprochene Liquidität haben die Chinesen aber bislang vermissen lassen. Lediglich zehn Millionen Euro sind von Fosun an Wolford in Form eines Darlehens geflossen. Zu wenig, wie die früheren Vorstände Axel Dreher und Brigitte Kurz fanden, die deshalb auch letztes Jahr das Unternehmen verließen. Die für heuer angekündigten Zahlen von Wolford sind erneut rot.

Von dem Verkaufserlös sollen nun Bankschulden bedient und das Gesellschafterdarlehen zurückgezahlt werden. Für die rund 486 Mitarbeiter in Bregenz steht zu befürchten, dass ihre Jobs sukzessive an den günstigeren Produktionsstandort nach Slowenien verlegt werden, wenn die Liegenschaft verkauft ist.

Vorerst soll Wolford diese zwar noch zurückmieten, Unternehmensinsider glauben aber nicht, dass das eine Lösung von Dauer ist. Im Unternehmen war niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Würde die Produktion wirklich aus Österreich abgezogen werden, bedeutete das nicht nur das Aus für ein Traditionsunternehmen (seit 1949), sondern auch den Wegfall eines innovativen, heimischen Textilkonzerns.



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