Europaweit Kurzarbeit im voestalpine-Konzern

Die Voestalpine hat in rund 50 europäischen Konzerngesellschaften, darunter in Österreich, Deutschland und in Frankreich, Kurzarbeit angemeldet. Alleine in Österreich sind 20.000 Mitarbeiter betroffen.

Europaweit Kurzarbeit im voestalpine-Konzern

Voestalpine CEO Herbert Eibensteiner

DIe Voestalpine ist von der Corona-Krise und dem Stillstand weiter Teile der Industrie und der Weltwirtschaft schwer getroffen. „Die voestalpine steht angesichts der Corona-Pandemie vor der größten wirtschaftlichen Herausforderung des vergangenen Jahrzehnts", sagt Vorstandschef Herbert Eibensteiern. Um die Arbeitsplätze zu sichern und die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen hat der Stahl- und Technologiekonzern jetzt in rund 50 europäischen Niederlassungen Kurzarbeit angemeldet.

Österreich

In Österreich greift der Konzern umgehend auf das von der Bundesregierung für die Corona-Krise eingeführte Kurzarbeitsmodell zurück, das die Verminderung der Normalarbeitszeit ermöglicht. Die Kurzarbeit gilt ab sofort und für fast alle österreichischen Konzernbereiche. Betroffen sind rund 20.000 der 22.000, die der Konzern in Österreich beschäftigt. Zu Beginn werde die Arbeitsleistung auch nur leicht auf 90 Prozent reduziert, um die bestehenden Aufträge noch abzuarbeiten. Später könnte das Ausmaß aber steigen.

„Wenn unsere Kunden die Nachfrage stark reduzieren, Produktionen einstellen und Lieferketten temporär zum Erliegen kommen, müssen wir sofort reagieren“, erklärt Eibensteiner, Mit der breitflächigen Anmeldung zur Kurzarbeit in Europa verfolgen wir das klare Ziel, unsere hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Konzern zu halten."

Das neue Kurzarbeitsmodell der österreichischen Regierung ist dafür eine gute und sinnvolle Maßnahme. "Wir können damit als Unternehmen rasch und flexibel auf diese beispiellose Krise reagieren“, so Eibensteiner. Betriebsbedingte Kündigungen sind aus heutiger Sicht in Österreich nicht geplant. Leasingmitarbeiter werden weiter reduziert, Überstunden- und Urlaubsabbau wird weiter forciert.

Der abrupte Rückgang der Kundennachfrage zwingt das Unternehmen, einzelne Produktionsbereiche zu reduzieren. Darunter fällt auch die Verringerung der Roheisenkapazität am Standort Linz um rund 20 % durch die temporäre Stilllegung eines kleinen Hochofens.

Weitere Staaten

In anderen europäischen Ländern sollen ähnliche Modelle wie in Österreich genutzt werden. Das tatsächliche Ausmaß der Kurzarbeit wird sich in den nächsten Wochen auf Basis der Produktionsauslastung definieren.

In Ländern, in denen solche Kurzarbeitsinstrumente nicht zur Verfügung stehen, werden entsprechend andere Maßnahmen ergriffen. Einige Standorte u.a. in Frankreich, Italien, Peru, Brasilien oder den USA stehen bereits temporär still.

Arbeitsplätze und Mitarbeiter schützen

Im Konzern werden derzeit die größten Anstrengungen unternommen, um die Gesundheit der noch in der Produktion tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestmöglich zu schützen. Hier geht es vor allem um die Mitarbeiter, die weiterhin in den Werken sein werden, um die kritische Infrastruktur zu schützen und noch notwendige Teile in Betrieb zu halten.

Maßnahmen zum Schutze der Gesundheit von voestalpine-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern, die derzeit in der Produktion im Einsatz sind, haben allerhöchste Priorität. Zusätzlich zu strengen Hygienevorschriften und der Einhaltung von Sicherheitsabständen wurde die physische Anwesenheit auch in betriebskritischen Bereichen bereits stark reduziert, etwa durch die Umstellung von Schichtmodellen. Wo es der laufende Betrieb erlaubt, verrichten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Arbeit von zu Hause aus.

Eibensteiner: "Wir werden in den nächsten Monaten um jeden einzelnen Arbeitsplatz hart kämpfen. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen durch ihren unermüdlichen Einsatz maßgeblich zum Fortbestand unseres Unternehmens bei."

Auswirkungen auf das Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres 2019/20 lassen sich aus heutiger Sicht noch nicht hinreichend ermitteln.

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