EU-Handelsüberschuss mit USA wächst weiter

EU-Handelsüberschuss mit USA wächst weiter

US-Präsident Donald Trump wird's abermals nicht freuen, dass auch heuer wieder die EU mehr in die USA exportiert als Waren von den US-Unternehmen einkauft. Und vor allem der Handelsüberschuss weiter wächst. Gleichzeitig sinkt in den USA die Industrieproduktion.

Brüssel/Washington. Der von US-Präsident Donald Trump immer wieder kritisierte Exportüberschuss der EU-Länder im Handel mit den Vereinigten Staaten weitet sich aus. Die Ausfuhr von Waren in die USA übertraf die Einfuhren von dort in den ersten neun Monaten dieses Jahres um rund 115 Mrd. Euro, ein Plus von etwa 13 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag mitteilte.

Im Vorjahreszeitraum betrug der Überschuss nur etwa 102 Mrd. Euro. Trump hat das Defizit seines Landes im Warenhandel mit der Europäischen Union wiederholt angeprangert und deshalb mehrfach mit Strafzöllen unter anderem auf europäische Autos gedroht.

Während die EU-Exporte in die weltgrößte Volkswirtschaft zwischen Jänner und September binnen Jahresfrist um 11,8 Prozent auf 334 Mrd. Euro zulegten, stiegen die Importe von dort in die EU um 11 Prozent auf knapp 219 Mrd. Euro.

Unterdessen vergrößerte sich das Defizit im EU-Handel mit China auf gut 145 Mrd. Euro, von 131 Mrd. Euro vor einem Jahr.

Starker Rückgang der US-Industrieproduktion

Überraschend starke Rückgänge verzeichnet die US-Industrie im Oktober. Die Industrieunternehmen haben demnach ihre Produktion spürbar heruntergefahren. Die Betriebe stellten 0,6 Prozent weniger her als im Vormonat, wie die Notenbank (Fed) am Freitag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten damit gerechnet, nach minus 0,5 Prozent im September.

Die gesamte Produktion - zu der auch Versorger und Bergbau beitragen - fiel im Oktober um 0,8 Prozent und damit doppelt so stark wie erwartet. Es war zudem der stärkste Rückgang seit Mai 2018.

Die Industrie macht etwa zwölf Prozent des Bruttoinlandsproduktes der USA aus. Ihre Aussichten haben sich angesichts der schwächeren Weltkonjunktur eingetrübt. Zudem dürfte ihr der eskalierende Handelskonflikt der USA mit China zu schaffen machen.

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