Erste Group steckt tief in der Verlustzone fest

Ungarns neues Kreditgesetz und Firmenwertabschreibungen in Rumänien bereiten der Erste Group Kopfzerbrechen. Auch im dritten Quartal schafft es das Sparkasseninstitut nicht aus der Verlustzone, es klafft ein Loch von 554 Millionen Euro Minus. Der Verlust der ersten drei Quartale 2014 summiert sich auf 1,5 Milliarden Euro. Erste-CEO Andreas Treichl verspricht den Aktionären aber für das kommende Jahr wieder bessere Zeiten.

Erste Group steckt tief in der Verlustzone fest

Sorgen bereiten Erste-CEO Andreas Treichl vor allem die Geschäfte in Ungarn und Rumänien.

Die Erste Group kommt auch im dritten Quartal nicht aus der Verlustzone. Wegen höherer Vorsorgen für faule Kredite in Rumänien und Sonderkosten durch ein neues Kreditgesetz in Ungarn verbuchte das Sparkassenspitzeninstitut ein Minus von 554 Millionen Euro, wie die Bank am Donnerstag mitteilte. Damit schnitt das Institut im Sommerquartal dennoch besser ab, als von Analysten erwartet. Sie hatten im Schnitt mit einem Minus von knapp 600 Millionen Euro gerechnet. Die Aktie legte am Morgen um drei Prozent zu. Für die ersten drei Quartale summiert sich der Verlust damit auf 1,5 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr prognostiziert die Bank unverändert einen Verlust zwischen 1,4 und 1,6 Milliarden Euro - den höchsten in ihrer Geschichte.

Die Gründe für die tiefroten Zahlen sind nicht neu: In Ungarn zwingt die dortige Regierung Banken unter anderem dazu, rückwirkend Zinsen und Gebühren für Kredite zu senken. Die Erste Group erwartet allein dadurch im laufenden Jahr Belastungen von 350 bis 400 Millionen Euro. Das ist etwas mehr als die zuletzt in Aussicht gestellten bis zu 360 Millionen Euro.

In Rumänien machen der Bank steigende Vorsorgen für faule Kredite sowie Firmenwertabschreibungen zu schaffen. Allein im dritten Quartal fiel in dem Land ein Verlust von knapp 460 Millionen Euro an.

Erste-CEO: 2015 soll ein besseres Jahr werden

Den Stresstest der EZB hatte das Institut dennoch ohne Probleme bestanden. Ende September kam die Erste auf Basis der neuen strengeren Kapitalvorschriften (Basel III) auf eine harte Kernkapitalquote von 10,5 Prozent.

Für das kommende Jahr verspricht Bankchef Andreas Treichl den Aktionären wieder bessere Zeiten. Das Nettoergebnis werde deutlich steigen. "Die Wachstumsaussichten für unsere Region liegen trotz zuletzt leichter Abschwächung doppelt so hoch wie jene der Eurozone", sagte er. Die Erste ist nach ihren österreichischen Konkurrenten UniCredit Bank Austria und Raiffeisen Bank International der drittgrößte Kreditgeber in Osteuropa.

Martin Selmayr, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich.

Martin Selmayr: „Der Rubel ist auf der Intensivstation“

Martin Selmayr, Leiter der EU-Kommissions-Niederlassung in Österreich, im …

Das Stammwerk der Egger Unternehmensgruppe in st. Johann in Tirol.

Egger Group: Ein Imperium aus Spanplatten und Holzwerkstoffen

Die Egger Group mit Stammsitz in St. Johann in Tirol stellt Span- und …

Agatha Kalandra ist seit 2016 Partnerin und Leiterin des Management-Consulting-Teams von PwC Österreich und Member of the Management Board. Sie verfügt über einen MBA in Controlling und Finance und mehr als 25 Jahre Berufserfahrung. Ihr Fokus liegt auf Finance-Transformation, HR-Transformation und Sustainability.

Wo fängt Ihre Lieferkette an?

160 Millionen Kinder auf der Welt sind zu Kinderarbeit verdammt. Entgegen …

„Terrestrik ist energieeffizient“. Seit über 50 Jahren sendet der ORS-Sender Dobratsch.

Klimafreundliches Fernsehen

Digitales Antennen-Fernsehen verursacht den kleinsten CO2-Fußabdruck.