Erdgas und Benzin: Preissturz noch nicht vorbei

Der Energiesektor hat die vierte Woche in Folge nachgegeben. Die größten Verlierer waren Erdgas und Benzin, während sich die Erdölmärkte nach dem Ausverkauf in den vergangenen Wochen stabilisierten. Das aktuelle Überangebot bleibt laut Experten jedoch nach wie vor ein Problem. Das weltweite Öl-Angebot übersteigt die Nachfrage um nahezu eine Million Barrel pro Tag.

Erdgasförderung

Erdgasförderung

Solange das so bleibt, ist nach Einschätzung von Experten eine nennenswerte Erholung nicht in Sicht. „Es kann durchaus sein, dass wir den Boden des Ausverkaufs noch nicht erreicht haben“, sagt Ole Hansen, Rohstoffexperte bei der Saxo Bank. Dementsprechend seien kurzfristig die Möglichkeiten für weitere Kurssteigerungen begrenzt. „Es bedarf entweder einer größeren Nachfrage aus den USA nach Ende der aktuellen US-Raffinerie-Instandhaltungssaison, oder einer Angebotsreduktion seitens der OPEC“, so Hansen weiter.

So ist der Preis für Erdgas aufgrund steigernder Lagerbestände in den vergangenen vier Wochen kräftig gesunken. Auch die Erdölproduktion ist weiterhin hoch. Das hohe Angebot in den USA ist mit ausschlaggebend für die seit Monaten fallenden Ölpreise. Am Markt wird nach wie vor nicht damit gerechnet, dass das Ölkartell Opec die Produktion auf seiner regulären Sitzung Ende November vermindern wird.

Auf und ab des Ölpreis

Der Preis für ein Barrel Rohöl der Sorte Brent ist seit Ende Juni auf Talfahrt. Am 20. Juni hatte er noch ein Jahreshoch von 117,67 Dollar erreicht. Aktuell liegt er bei 84,50 Dollar. So günstig war Erdöl zuletzt im Juli 2012. Den absoluten Tiefststand hatte der der Rohöl-Preis innerhalb des letzten jahrzehnts Anfang Februar 2009 erreicht. Vom Allzeit-Hoch am 1. Juni 2008, als das Barrell Öl um 149,72 Dollar gehandelt wurde, war es damals auf ein Tief von 38,40 Dollar gefallen.

Die verbesserten Konjunkturdaten haben dagegen insbesondere Industriemetallen einen Schub gegeben. Edelmetalle hingegen sind von Gewinnmitnahmen geschwächt worden. „Nachdem sich zuletzt die Stimmung in diesem Sektor von negativ zu neutral gewandelt hat, haben taktische Trader wie etwa Hedgefonds ihre negativen Wetten reduziert“, sagt Hansen. Trotzdem gebe es weiterhin Abflüsse aus mit physischem Gold abgedeckten ETFs. Auch das Schweizer Gold-Referendum am 30. November 2014 stehe weiter im Fokus. „Sollte das Referendum positiv ausgehen, müsste die Schweiz in den nächsten fünf Jahren 20 Prozent ihrer Währungsreserven in Gold halten. Momentan sind es nur acht Prozent. Dazu müsste die Schweiz in den nächsten fünf Jahren 1.500 Tonnen Gold zukaufen, was einen enormen Einfluss auf den Goldpreis haben könnte“, sagt Hansen.

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Zur Person. Georg Schwondra, 51, ist Partner bei Deloitte und für den Ausbau und die Leitung des Bereiches Cyber Risk/Cyber Security bei Deloitte Risk Advisory verantwortlich. Er verfügt über umfangreiche Erfahrungen sowohl im Bereich von Security Strategy, der Beratung und Implementierung von Cybersecurity-Lösungen, dem Outsourcing von Security-Funktionen auf Auftraggeberseite und Dienstleisterseite als auch in der Begleitung und dem Management von Transformationsprojekten bei Unternehmen aller Größen, insbesondere auch im Bereich von Familien- und Privatunternehmen.

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