Englands Fußball-Topclubs prüfen Konkurrenzliga zur UEFA

Englands Fußball-Topclubs prüfen Konkurrenzliga zur UEFA

Die britschen Top-Klubs wie Arsenal und Chelsea planen eoine Palastrevolution gegen die UEFA

Nach einem Bericht der Zeitung "Sun" wollen mehrere Premier League-Klubs sowie internationale Top-Klubs eine Konkurrenzveranstaltung zur UEFA-Champions League (CL) planen. Der US-Milliardär Ross will den neuen Cup als Veranstalter ausrichten. Erste Gespräche mit den Klubs sollen in London bereits stattgefunden haben. Indes wird der Rücktritt des UEFA-Präsidenten Platini gefordert, der zur Zeit das Milliarden-Unternehmen UEFA wegen einer Sperre nicht führen kann.

London. Fünf englische Fußball-Spitzenclubs prüfen laut einem Bericht der "Sun" Pläne für eine Konkurrenzliga zur Champions League. Vertreter von Manchester United, Chelsea, Arsenal, Manchester City und Liverpool verhandelten angeblich bei einem Treffen mit US-Milliardär Stephen Ross über eine Teilnahme an einer Superliga mit weiteren europäischen Topvereinen, schrieb die Boulevardzeitung am Mittwoch.

Ross ist Besitzer des Football-Clubs Miami Dolphins und Mitgründer des International Champions Cups, an dem in den vergangenen Jahren bereits viele Fußball-Großclubs in der Sommerpause teilgenommen haben. Nun wolle Ross Europas Spitzenclubs in einer eigenen Liga vereinen und damit ein neues Format in Konkurrenz zur Königsklasse der UEFA kreieren, hieß es.

Die dauerhaft garantierte Teilnahme an dem Wettbewerb wäre für die Clubs deshalb so attraktiv, weil sie sicher mit den erwarteten Vermarktungseinnahmen in Millionenhöhe planen könnten und nicht wie beim Europacup jedes Jahr aufs Neue um einen Platz bangen müssten. So dürften Manchester United und Liverpool in dieser Saison die Champions League klar verpassen. Ergebnisse der Gespräche in London wurden nicht bekannt.

Das Vakuum in der UEFA

Die Klubs würden somit genau zum Zeitpunkt der Steiereien auf Seiten der UEFA-Funktionäre ein Machtvakuum für ihre eigenen Pläne nutzen. Erste UEFA-Funktionäre befürchten bereits, dass dem Milliarden-Unternehmen UEFA die Felle davonschwimmen, weil die Führungsfrage im Eeuorpäischen Fußballverband UEFA nicht geklärt ist, die Ausrichter und Vermarkter der Champions League ist.

UEFA-Präsident Michel Platini ist derzeit suspendiert. Vom Fußballweltverband FIFA wurde der Ex-Fußballstar Frankreichs auf sechs Jahre gesperrt. Platinis rechte Hand, der bisherige UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino, wurde am Freitag von der FIFA zum Päsidenten gewählt.

Platini hat nun angekündigt vor den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne zu ziehen, um gegen seine von acht auf sechs Jahre reduzierte Sperre Einspruch zu erheben. Platini droht nun auch von der UEFA endgültig von seiner Funktion gefeuert zu werden. Und zwar noch bevor der Anstoß zur Euro 2016 im Juni in Frankreich erfolgt.

Hintergrund der Strafe ist eine dubiose Zahlung von zwei Millionen Franken (heute 1,84 Mio. Euro) des ebenfalls gesperrten früheren FIFA-Präsidenten Joseph Blatter an Platini aus dem Jahr 2011.

Der 60jährige Funktionär hatte sich vehement gegen das Urteil ausgesprochen und von "unerträglicher Arroganz", "Willkür" und "Zynismus" gesprochen.

Die Rücktrittsaufforderung

Der Interimspräsident des Deutschen Fußball Bund (DFB) Reinhard Rauball hat den gesperrten UEFA-Chef Michel Platini indirekt zum endgültigen Rückzug aufgefordert. "Im Hinblick auf die EM würde es Platini gut zu Gesicht stehen, wenn er sich überlegt, ob er der UEFA einen Dienst erweist, wenn er auf sein Amt von sich aus verzichtet", sagte der DFB-Präsident der Zeitung "Sport Bild" (Mittwoch).

Angesichts der Skandal innerhalb der UEFA wollen die Mitgliedsverbände klare Entscheidungen. Rauball ist nicht der einzige Fußball-Funktionär in der UEFA, die das Machtvakuum an der Spitze auflösen will.

"Ich halte es für erforderlich, dass im Hinblick auf den Kongress im Mai über eine Alternative diskutiert wird. Man muss unterscheiden zwischen persönlichen Interessen Platinis und der Handlungsfähigkeit der UEFA, die ein Milliarden-Unternehmen ist", sagte Rauball.

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