Ende der Sanktionen: Österreicher bringen Bahn-Catering in den Iran

Ende der Sanktionen: Österreicher bringen Bahn-Catering in den Iran

Österreichs größer Franchisenehmer der Subway-Fastfoodkette, die Gastro-Gruppe DoN, versorgt nun auch Bahnkunden im Iran. Dabei handelt es sich um das erste österreichisch-iranische Joint Venture seit Lockerung der Wirtschaftssanktionen. Der Umsatz soll kräftig wachsen, neue Mitarbeiter werden gesucht.

Die österreichische Gastro-Gruppe DoN versorgt im Rahmen eines Joint Ventures Bahnkunden im Iran. Dafür wurde das Gemeinschaftsunternehmen "DoNA" mit dem privaten iranischen Eisenbahnunternehmer Mohammad Khalaffi gegründet. Vergangenes Wochenende ging eine Hochleistungsküche mit Bäckerei nahe dem Hauptbahnhof in Teheran nach einem Jahr Bauzeit in Betrieb.

Das gemeinsame Tochterunternehmen sei bereits seit vergangenem Jahr für die Versorgung der Züge auf der 700 Kilometer langen Bahnverbindung zwischen Teheran und der östlichen Pilgerstadt Maschad zuständig.

Bei dem Joint Venture handle es sich um "das erste österreichisch-iranische Joint Venture seit Lockerung der Wirtschaftssanktionen", betont der Unternehmenssprecher unter Verweis auf den österreichischen Handelsdelegierten Georg Weingartner in Teheran.

Kompetente Partner sind ein Muss

Das Potenzial im Iran sei enorm, so Gastro-Unternehmer Josef Donhauser. "Allerdings sollte man sich in jeder Branche einen kompetenten und renommierten lokalen Partner suchen", rät er potenziellen österreichischen Investoren. Bis dato habe die Lockerung der Sanktionen die multinationale Zusammenarbeit mit dem Iran, beispielsweise beim Geldtransfer, noch nicht entscheidend erleichtert.

In die Produktionsanlage in der iranischen Hauptstadt flossen Investitionen in Höhe von rund 4 Mio. Euro. Auf einer Fläche von 6.000 Quadratmetern können täglich 40.000 Essen zubereitet werden, wie der eigenen Angaben zufolge größte Franchisenehmer der Restaurantkette "Subway" in Österreich weiters bekanntgab. Die Österreicher seien das erste westliche Cateringunternehmen im Iran.

Neue Jobs

Nach dem Einstieg in den Markt steht nun weitere Expansion auf dem Plan: Derzeit sind für "DoNA" etwa 120 Mitarbeiter tätig. Mittelfristig ist eine Aufstockung des Personals auf rund 500 Arbeitnehmer geplant, damit noch mehr Züge bewirtschaftet werden können. Ziel sei es, das Catering auf allen acht Privatbahnen zu erhöhen, heißt es. Der Umsatz könnte dadurch 100 Mio. Euro erreichen.

Die DoN-Gruppe ist laut Eigenangaben seit 1992 in Österreich aktiv. Mit der Übernahme des Kongress-Caterings in Innsbruck heuer im Juli sei DoN zum größten Caterer Tirols geworden. Das Unternehmen beliefert beispielsweise auch Mitarbeiterrestaurants in der ÖBB-Zentrale und am Flughafen Wien.

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