Zwei Frauen bauen Hewlett-Packard um

Bei Hewlett-Packard steht wieder einmal vor seiner Aufspaltung. Im zweiten Anlauf binnen drei Jahren will der US-IT-Konzern sein Geschäft neu organisieren. Aus einem sollen zwei Unternehmen werden. Das zu wenig profitable PC-Geschäft soll nun endgültig von HP abgespaltet werden. Ex-HP-Chef Apotheker hatte im Jahr 2011 genau dieser Plan, das PC-Geschäft zu verkaufen, noch den Kopf gekostet. Die Leitung der beiden Unternehmen wird von drei Top-Managerinnen geschultert.

Zwei Frauen bauen Hewlett-Packard um

New York/Palo Alto (Kalifornien). Der krisengeplagte US-Technologiekonzern Hewlett-Packard (HP) wird einen radikalen Umbau starten und sich nun doch in zwei neue Geschäftsbereiche aufspalten. Das in Kalifornien ansässige Unternehmen wird das PC- und Drucker-Geschäft in einem Bereich zusammenfassen. Die zweite Säule des Konzerns soll die Hardware-Aktivitäten für Geschäftskunden und Dienstleistungen bündel. Das "Wall Street Journal" (WSJ) hat Sonntagnacht bereits von den Plänen mit Verweis auf involvierte Personen berichtet.

Die PC- und Drucker Sparte - namentlich HP Inc genannt, könnte vom bisherigen Konzern abgekoppelt an die Börse gebracht oder komplett verkauft werden. Der Konzern hielt sich dazu bisher bedeckt. Die neue PC- und Druckercompany wird vom der bisherigen Chef der PC- und Druckersparte Dion Weisler als CEO geleitet. Die bisherige HP-Chefin Meg Whitman wird CEO der neuen Hewlett-Packard Enterprise (HPE). Gleichzeitig wird sie Chairwoman der PC- und Druckercompany HP Inc. Patricia Russo, einst Chefin von Alcatel-Lucent (von Dezember 2006 bis Juli 2008), wird als Chairwoman "Chef-Aufpasserin" von HPE, wie der Konzern Montagmittag bestätigt hat.

Hewlett-Packard hatte den Schritt, das Hardware-Geschäft vom Servicegeschäft schon seit längerem erwogen. Der einstige CEO Leo Apotheker hatte 2011 bereits den Plan, das PC-Geschäfts vom profitablen Servicegeschäft zu trennen und zu verkaufen. Nach nicht einmal elf Monaten stolperte er über seinen Plan und wurde gefeuert. Die Aktionäre samt der Nachkommen der Gründer von William Hewlett und David Packard hatten massiv Druck ausgeübt und sich letztlich überraschend gegen Apotheker gestellt. Zuvor war er auch beim deutschen Softwarehaus SAP als Kurzzeit-Alleinvorstand (von 2009 bis 2010) gefeuert worden, als er auch dort den Rotstift zücken wollte.

Kniefall vor der Finanzwelt

HP würde damit einer Forderung vieler Investoren und Analysten folgen, die bereits die Spaltung des Geschäfts, zumindest den Verkauf der PC-Sparte im Jahr 2011 gefordert hatten. Sie hatten in der Vergangenheit, auch unter der Leitung von CEO Meg Whitman wiederholt eine Aufspaltung oder einen Verkauf der PC-Sparte gefordert. Damit könnte sich Hewlett-Packard auf profitablere Aktivitäten wie Computerserver und Datenspeicher für Firmen konzentrieren. IBM hatte diesen Schritt bereits mit dem Verkauf der PC-Sparte im Jahr 2005 an den chinesischen Computerkonzern Lenovo vollzogen. Die Low-End-Server-Division hatte Big Blue heuer an Lenovo verkauft. Samsung bereits ebenso seit kurzem schrittweise seinen Rückzug aus dem PC-Geschäft vor, weil die Marge vor allem in Europa nicht passt. Erst Ende September hatte der US-Onlinehändler Ebay auf Druck von Investoren angekündigt, seinen Bezahlservice Paypal in ein eigenständiges Unternehmen auszugliedern und an die Börse zu bringen. Speicherhersteller EMC sucht derzeit ebenso nach einer Lösung, um die Tochter VMWare durch Verkauf oder Spin-off abzustoßen.

Das PC-Geschäft von HP, das viele Jahre schwächelte und Rivalen wie Dell zu einem Sanierungsfall machte, wuchs allerdings zuletzt wieder unerwartet deutlich. Verbraucher und Unternehmen ersetzten ihre in die Jahre gekommenen Geräte. In der PC-Sparte gab es im dritten Quartal ein Umsatzplus von zwölf Prozent. In den anderen Bereichen des US-Konzerns lief es dagegen weniger rund, so dass insgesamt die Erlöse nur um ein Prozent auf 27,2 Milliarden Dollar (21,56 Mrd. Euro) kletterten. Der Gewinn erhöhte sich geringfügig auf 1,7 Milliarden Dollar.

HP beschäftigt weltweit mehr als 300.000 Mitarbeiter. In diesem Jahr dürfte der Umsatz des 1939 gegründeten Unternehmens bei rund 112 Milliarden Dollar liegen. Im Mai hatte HP angekündigt, bis zu 16.000 weitere Stellen abzubauen.

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