Do&Co und Gategroup greifen nach Lufthansas Sky Chefs

Do&Co und Gategroup greifen nach Lufthansas Sky Chefs

Attila Doğudan will auch bei der Lufthansa zum Chef-Caterer werden.

Die Lufthansa bietet ihre Cateringtochter LSG Sky Chefs zum Kauf an. Die Wiener Do&Co sowie die Schweizer Gategroup sollen in der Endauswahl sein. Attila Doğudans Do&Co hat große Chancen die Bordbewirtung bei der Lufthansa zu übernehmen, muss sich aber auch auf Widerstand gefasst machen.

Wien/Frankfurt. Die österreichische Do&Co von Attila Doğudan sowie der Schweizer Caterer Gategroup stehen im Finale um die zum Verkauf stehende Lufthansa-Tochter LSG Sky Chefs. Der zur Airline Emirates gehörende Dienstleister DNATA sei als Bieter aus dem Rennen, wie das "Handelsblatt" am Donnerstag unter Berufung auf Kreise meldet.

Ein Lufthansa-Sprecher wollte die Meldung der Zeitung nicht kommentieren. Man rechne aber mit einem "Closing bis Jahresende", sagte er. Bei einer Übernahme durch DNATA wären größere Einschnitte bei den 35.000 LSG-Arbeitsplätzen zu befürchten, so der Bericht weiter. Der Lufthansa-Vorstand favorisiere aus wettbewerbsrechtlichen Gründen Do&Co.

Die Gategroup sei mit einem Jahresumsatz von zuletzt 4,9 Milliarden Euro Marktführer. Zusammen mit LSG, die einen Umsatz von 3,2 Mrd. Euro erzielt, würde ein Schwergewicht entstehen, das die Preise diktieren könnte, schrieb das Blatt weiter.

Demgegenüber würden Betriebsrat und die Gewerkschaft Verdi für Gategroup plädieren. Gategroup gehört seit April der asiatischen Investmentgesellschaft RRJ Capital. Die ehemalige Swissair-Tochter wurde 2016 von HNA übernommen und von der Schweizer Börse genommen.

Attila Doğudans Catering-Konzern hat erst kürzlich bei Lufthansa-Konkurrenten reüssieren können. Im Herbst 2018 hat er seine Kooperation mit der Turkish Airlines vertieft und sein Joint Venture um 15 Jahre verlängert. Fast zeitgleich konnte Do&Co bei British Airways in London und der spanischen Iberia in Madrid landen, wo der Wiener Caterer die Bordverpflegung übernommen hat.

Mit der Übernahme der Lufthansa LSG Sky Chefs würde Doğudan vor allem sein Airline-Geschäft kräftig ausbauen. Die Arbeitsplätze in Deutschland sollen auf jeden Fall erhalten bleiben. Das Personal der nach Umsätzen größeren LSG Sky Chefs würde Do&Co nämlich auch bei der Bewirtung von Großveranstaltungen etwa im Sport, in Hotels, Restaurants oder Flughafen Lounges eingesetzt werden.

Die Aktie von DO & CO [ISIN AT0000818802] konnte mit heutigem Tag [22.82019] um rund ein Prozent im Frühhandel auf 81,80 Euro zulegen. Ende November notierte die Aktien auf dem 52-Wochen-Hoch von 91,50 Euro.

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