Digitalisierung und Ökologisierung: "KMU ins Boot holen"

EU-Sozialpartnergipfel: Wirtschaftskammer-Vizepräsidentin und SMEunited-Präsidentin Ulrike Rabmer-Koller fordert eine starke europäische KMU-Strategie, die Wettbewerbsfähigkeit, Fairness und Nachhaltigkeit miteinander verbindet.

Ulrike Rabmer-Koller

Ulrike Rabmer-Koller

Die Klein- und Mittelbetriebe sind das Rückgrat der europäischen Wirtschaft. Ulrike Rabmer-Koller, SMEunited-Präsidentin und Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), forderte daher nun am EU-Sozialpartnergipfel mit EU-Ratspräsident Donald Tusk und Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker eine starke europäische KMU-Strategie, die Wettbewerbsfähigkeit, Fairness und Nachhaltigkeit miteinander verbindet.

"Fortschritte in der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Dimension sind für Europa ohne KMU nicht möglich", betonte Rabmer-Koller, "Europa wird die Herausforderungen der Digitalisierung und Ökologisierung der Wirtschaft nur bewältigen können, wenn es die 24 Millionen KMU ins Boot holt." Die Wirtschaft brauche konkrete Maßnahmen und Aktionen. Andernfalls verliere Europa an Wettbewerbsfähigkeit und drohe hinter andere Regionen auf der ganzen Welt zurückzufallen.

Europa an einem kritischen Punkt

Das jüngste SMEunited KMU-Barometer zeige bereits einen deutlichen Abwärtstrend. „Die europäische Wirtschaft befindet sich an einem kritischen Punkt. Politische Unsicherheiten, insbesondere der Brexit und Handelskonflikte, sowie ein negativer Ausblick auf die Weltwirtschaft führen zu einer rückläufigen Entwicklung“, warnte Rabmer-Koller. „Ein No Deal-Brexit würde massive Auswirkungen auf das Wachstum in Europa und unsere KMU haben. Es braucht deshalb eine Einigung, um enorme bürokratische Auflagen und hohe Kosten für die Wirtschaft abzuwenden.“

Rabmer-Koller, die auch Geschäftsführerin der oberösterreichischen Rabmer-Gruppe ist, appellierte auch an die Spitzen der EU, zu handeln und die notwendigen Entscheidungen zu treffen, damit Europa auf der Überholspur bleiben könne.

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