Diesel-Skandal: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen VW-Chef Müller

Diesel-Skandal: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen VW-Chef Müller

VW-Chef Matthias Müller im Visier der Stuttgarter Ermittler.

Der Diesel-Skandal holt den Volkswagen-Konzern wieder ein. Nun steht auch der VW-Konzernchef Matthias Müller im Visier der Ermittler. Im Fokus: die Tätigkeit Müllers bei Porsche. Auch gegen VW-Aufsichtsratschef Pötsch und Ex-VW-Chef Winterkorn laufen Ermittlungen.

Stuttgart. Der Dieselskandal ist für den VW-Konzern noch lange nicht ad acta gelegt. Nun ist auch VW-Konzernchef Matthias Müller im Fokus der Ermittlungen. Nach Angaben des deutschen Nachrichtensenders n-tv wurden nun gegen den VW-Chef Ermittlungen wegen Marktmanipulationen eingeleitet. Ein entsprechendes Verfahren wurde im Februar 2017 eingeleitet. Es geht dabei um die verspätete Mitteilung an die Aktionäre. Der Vorwurf: Die Vorstände hätten den Anlegern die finanziellen Konsequenzen der VW-Dieselaffäre für die Porsche SE "bewusst verspätet mitgeteilt".

"Anlass hierfür war eine Strafanzeige der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) von Sommer 2016", teilte die Staatsanwaltschaft Stuttgart mit. Es bestehe "der Anfangsverdacht". Müller war damals Chef der Porsche SE, der Holding des Sportwagenherstellers, die ihren Sitz in Stuttgart hat.

Im Visier der Stuttgarter Ermittler ist auch der VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch sowie Müllers Vorgänger an der VW-Spitze, Martin Winterkorn. Pötsch war unter Winterkorn bei der Aufdeckung des Dieselskandals Finanzvorstand beim VW-Konzern. Er ist derzeit neben seinem Vorsitz um VW-Aufsichtsrat auch Vostrandchef der Vorstandschef von Porsche SE.

Im September 2015 wurden die Manipulationen von Diesel-Motoren bei VW aufgedeckt. Die Umweltbehörden der USA hatten erhöhte Stickoxid-Werte bei verschiedenen VW-Dieselmodellen festgestellt. Mittels einer Software wurden die Abgaswerte manipuliert. Millionen Diesel-Autos waren betroffen und mussten zurück gerufen werden.

Nachdem die Manipulation in der Öffentlichkeit bekannt wurde, ist der Kurs der Volkswagen-Aktie eingebrochen. Dem VW-Management wurde bereits Ende September vorgeworfen, seinen gesetzlich geregelten Mitteilungspflichten nicht rechtzeitig nachgekommen zu sein.

Die Ermittlungen laufen über die Staatsanwaltschaft Stuttgart, weil Porsche SE dort seinen Firmensitz hat. Parallel dazu ermittelt auch die Staatsanwaltschaft Braunschweig gegen Winterkorn, Pötsch den VW-Markenvostand Diess und rund einem Dutzend weiterer VW-Top-Manager

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