Deutschlands reichste Familie verabschiedet sich aus Österreich

Die Industriellenfamilie Reimann verlegt Holdinggesellschaften von Wien nach Luxemburg.

Peter Harf

Der Deutsche Peter Harf managt seit vielen Jahren die Geschäfte der Familie Reimann.

Die Industriellenfamilie Reimann, mit einem geschätzten Vermögen von 33 Milliarden Euro die reichste Dynastie Deutschlands, bricht ihre Zelte in Wien ab und verlegt zwei große Holdinggesellschaften nach Luxemburg. Dies geht aus dem Firmenbuch hervor.

Ursprünglich hat die Familie, die ein gewaltiges Konsumgüterimperium (Calgon, Vanish, Jacobs Kaffee) ihr Eigen nennt, den Sitz der zwei Holdinggesellschaften „Agnaten“ und „Lucresca“ im Jahr 2011 aus steuerlichen Gründen nach Österreich verlegt. Diese beiden Gesellschaften wiederum besitzen die Mehrheit an der Luxemburger Holding JAB, die ihrerseits an den operativen Gesellschaften Anteile hält.

"Frage der Standortpolitik"

Wie deutsche Medien berichten, wurden die Reimanns sehr hart von Corona getroffen. Die Halbjahresbilanz der JAB weist einen Verlust von vier Milliarden Euro aus.

Aber auch die Bilanzen des Jahres 2019 der Wiener Firmen haben schon einmal besser ausgesehen. So weist Agnaten einen Jahresfehlbetrag von 124,4 Millionen Euro aus, Lucresca lediglich einen Überschuss von 2,3 Millionen Euro.

Hinter vorgehaltener Hand ist zu hören, dass die Standortpolitik in Österreich den Unternehmern nicht zusagte. Der rechtliche Rahmen wäre ihnen hier zu eng, so wären etwa unterjährige Ausschüttungen nicht möglich. Luxemburg genießt ja den Ruf, äußerst unternehmerfreundlich zu agieren.


Lesen Sie mehr dazu in der trend-Ausgabe 41/2020 vom 9. Oktober 2020.

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