Deloitte Tech Trends 2021: Das gekonnte Spiel mit Daten

Covid-19 beschleunigt die digitale Transformation in Unternehmen. Nach dem neuesten Deloitte Tech Trend-Report 2021 sind Daten als Rohstoff und vor allem die dazugehörigen Analysen der neue, aber auch notwendige Spielmacher für Unternehmen.

Deloitte Tech Trends 2021: Das gekonnte Spiel mit Daten

Wien. Dass Daten das neue Gold für Unternehmen sind, hatte sich auch schon vor der Coronapandemie rumgesprochen. Seit Jahren. Aber mit der Covid-10-Krise wurde ein bisher einzigartiger Digitalisierungschub ausgelöst, der Unternehmen in aller Kürze der Zeit herausfordert, wie es vor gut einem Jahr noch nicht für möglich gehalten wurde. Die digitale Transformation wurde mit der Pandemie beschleunigt, ob Unternehmen das wollten oder nicht, ging und geht es für bestimmte Branchen derzeit um die Existenz. Strategien, Planungen sowie Prozesse wurden somit rasch und grundlegend den neuen Anforderungen angepasst.

„Durch digitale Transformation können Unternehmen ihre Prozesse effizienter gestalten und besser auf die dramatischen Schwankungen von Nachfrage und Kundenerwartungen reagieren", schreibt Bernhard Göbl, Director bei Deloitte Österreich im Deloitte Trend Report 2021. Der Experte der Beratungskonzerns meint, dass viele Unternehmen das Potenzial in den letzten Monaten bereits genutzt hätten und Anpassungsfähigkeit sowie Reaktionsschnelligkeit bewiesen. Doch damit ist offenbar erst ein erster Schritt getan. Göbl: "Nun gilt es, den Fokus auf die richtigen Themen zu legen.“

Deloitte hat in seinem neuesten Tech Trends 2021 genau vier bedeutende Technologe-Trends herausgearbeitet, die durch die Ausnahmesituation der Covid-19-Krise für das laufende Jahr 2021 maßgebend und wettbewerbsentscheidend werden:



1. Gezielte Datennutzung


Das Top-Thema der vergangenen Jahre war bereits schon lange fixiert: Big Data und Data Analytics. Mit Covid-19 bekommt die Bearbeitung von dem als "Rohstoff Daten" einen weiteren Bedeutungsschub. Daten und ihre Analyse werden demnach eine zentrale Rolle für die österreichischen Unternehmen spielen.

Dazu zählen moderne Methoden der Datenerfassung und -strukturierung sowie die Verbindung großer Datenmengen aus unterschiedlichen Systemen. Dadurch können Entscheidungen in Echtzeit für Menschen und mit Künstlicher Intelligenz getroffen werden.

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2. Optimierung der Lieferketten


Woher Waren nehmen, wenn fast nichts mehr geht, oder im schlimmsten Fall ein Lockdown das gesamte Liefernetzwerk in die Knie zwingt? Und wie produzieren und liefern, wenn alles am Boden liegt und die Rädchen der Wirtschaft auf einmal nicht mehr ineinander übergreifen wollen, Grenzschließungen und Lockdowns den Betrieb stoppen?

Das war in vielen Unternehmen in den vergangenen 10 Monaten das Top-Thema. Der Deloitte Trend Report 2021 fordert eine stärkere Optimierung der Lieferketten. Soll heißen: Unternehmen sollten die Automatisierung und das Know-how über die Daten nutzen. Bisherigen, meist rein kostenfokussierte Partnerschaften in der Lieferkette sollen nun in kundenorientierte, widerstandsfähige Liefernetzwerke umgewandelt werden.

„Im Management der Lieferketten können Unternehmen von den Daten profitieren, die sie sammeln, analysieren und über ihre Liefernetzwerke austauschen", sagt Deloitte-Experte Göbl. Roboter, Drohnen und fortschrittliche Bilderkennung sollen zudem verstärkt zum Einsatz kommen, um die physischen Interaktionen entlang der Lieferkette effizienter und für die Mitarbeiter sicherer zu machen.

Ein Beispiel: die Inspektion und Wartung von Verschleißkomponenten in Produktionsstätten, die schwer zugänglich oder messbar sind. Der Einsatz von Drohnen mit Infrarotkameras und Image Recognition kann dabei einen Verschleiß der Materialien frühzeitig erkennen.

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3. Bessere digitale Gestaltung des Arbeitsalltag


"Alles digital", so lautet das Credo nun in vielen Unternehmen, wo Arbeitsplätze vom Betriebsstandort losgekoppelt werden können. Die Covid-19-Krise habe aufgezeigt, dass qualitative digitale Lösungen notwendig sind, um den Arbeitsalltag auch im Lockdown bewältigen zu können. Remote Working, virtuelle Kundenmeeting samt Online-Services sollten mittlerweile zur Grundausstattung von Unternehmen gehören.

Der Fokus sollte daher auch auf Home Office gelenkt werden, samt den erforderlichen Tools und den dabei generierten Daten. Und Effektivität sei auch dabei das Gebot der Stunde. „Wenn die vorhandenen Daten rund um Home Office und neue Arbeitsweisen effektiver genutzt werden, können die individuellen Mitarbeitererfahrungen deutlich verbessert werden", so Göbl.

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4. Umsetzung von Modernisierungsvorhaben


Beim Handling von Daten ist auch die IT-Infrastruktur ein Thema. Und dabei gilt es zu überprüfen, ob die IT noch den aktuellen Anforderungen entspricht, ween es um Erneuerung von Business-Software, Hardware und vor allem um Tools zur Datenanalyse geht.

Nachholdbedarf ortet der Deloitte-Experte bei Unternehmen in Österreich. Laut Studie liegt bei den geplanten IT-Vorhaben im Bereich ERP-Updates und IT-Modernisierungen mit 53 Prozent sogar etwas über dem west- und mitteleuropäischen Durchschnitt von 50 Prozent.

Dem Kosten- bzw. Sparargument in "diesen schwierigen Zeiten" stellt Deloitte-Experte Göbl entgegen, dass mit neuer, modernster Technologie deutliche Einsparungen (wie Ressourcenleistung, Energie, Platz) und vor allem mehr Ressourcen für neue, innovative Ansätze und größtmögliche Flexibilität erzielt werden können. Stichwort: Aus Daten werden mit Analysen neue Erkenntnisse gewonnen - die als Investment unterm Strich Bares verheißen.

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