Daimler und Geely gründen E-Smart-Connection in China

Daimler und Geely gründen E-Smart-Connection in China

Ein Smart mit Stromantrieb wird Daimler mit Volvo-Eigentümer Geely "Made in China" bauen.

Das geplante Gemeinschaftsunternehmens von Geely mit Daimler wurde von Chinas Behörden durchgewunken. Der Smart mit Stromantrieb wird in China beim Daimler-Aktionär Geely gebaut.

Peking/Shanghai/Stuttgart. Der deutsche Autobauer Daimler und sein chinesischer Großaktionär Geely kommen bei ihren Plänen zum Bau des elektrischen Stadtflitzers Smart in China voran. Die chinesischen Behörden hätten grünes Licht für die Gründung des geplanten Gemeinschaftsunternehmens gegeben, an dem beide Partner je zur Hälfte beteiligt seien, teilten Mercedes-Benz und Geely am Mittwoch mit. Beide Unternehmen insvestieren in das Joint Ventures insgesamt 5,4 Milliarden Yuan (0,7 Mrd. Euro), wobei die Unternehmen jeweils die Hälfte beisteuern.

Hauptsitz werde die chinesische Küstenstadt Ningbo sein. Ab 2022 wollen Daimler und Geely neue vollelektrische Smart-Modelle auf den Markt bringen und weltweit vertreiben. Die neue Fahrzeuge werden vom weltweiten Mercedes-Benz Design-Netzwerk entworfen und durch das globale Engineering-Netzwerk von Geely entwickelt. Produziert werden soll der Wagen ausschließlich in China. Dadurch kann der batteriegetriebene Smart günstiger gebaut werden, zumal Geely der führende E-Auto-Hersteller in China ist.

Das Design des Smart soll weiter von Mercedes stammen, die Entwicklung von Geely. Ihre Pläne zur Produktion des Elektro-Smart hatten Daimler und Geely bereits im März vergangenen Jahres bekanntgegeben. Die Smart-Produktion in Frankreich und Slowenien soll mit dem Ende der aktuellen Modellgeneration in einigen Jahren auslaufen.

Die paritätische Besetzung

Der paritätisch besetzte Aufsichtsrat des neuen smart Joint Ventures wird sich aus sechs Führungskräften beider Vertragspartner zusammensetzen.

Im Aufsichtsrat wird Daimler durch Hubertus Troska, Vorstandsmitglied der Daimler AG, der für die China-Aktivitäten des Stuttgarter Konzerns verantwortlich zeichnet. Weitere Vorstände sind Britta Seeger, Vorstandsmitglied der Daimler AG und der Mercedes-Benz AG (Marketing & Vertrieb), und Markus Schäfer, Vorstandsmitglied der Daimler AG und der Mercedes-Benz AG (Konzernforschung und Mercedes-Benz Cars Entwicklung).

Geely wird im Aufsichtsrat vertreten durch Li Shufu, Chairman der Geely Holding, An Conghui, President der Geely Holding und President und CEO der Geely Auto Group, und Daniel Donghui Li, Executive Vice President und CFO der Geely Holding.

CEO und somit Vorstandschef des Gemeinschaftsunternehmens wurde Tong Xiangbei. Er wurde zum neuen globalen CEO des smart Joint Ventures ernannt und wird alle Aktivitäten im Zusammenhang mit der Marke, einschließlich Vertrieb, Marketing, Forschung & Entwicklung, Produktion und After-Sales verantworten. Tong verfügt über mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung in der Automobilindustrie. Vor seinem Eintritt in das smart Joint Venture war er sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in China für globale Automobilhersteller tätig.

Geely gehört dem chinesischen Investor und CEO Li Shufu, dem seit dem Jahr 2010 auch die Volvo Car Group aus Schweden gebört. Über Tenaciou3 Prospect Investment Limited (seit 2018) ist Li Shufu der größte Daimler-Hauptaktionär (mit 8,7 Prozent der Daimler-Aktien). Nummer 2 ist der Hauptaktionäre ist der Staatsfonds von Kuwait (6,8 Prozent, beteiligt seit 1974). Der zweite chinesische Investor BAIC Group (5 Prozent) ist erst im Juli 2019 eingestiegen und rangiert seither an der dritten Stelle. Renault-Nissan (mit einer Überkreuzbeteiligung seit 2010) ist mit 3,1 Prozent Aktienanteil der viertgrößte Daimler-Hauptaktionär. Weitere 21,5 Prozent der Daimler-Aktie sind in Händen von "Privaten Investoren". 53,9 Prozent der Daimler-Aktien halten Institutionelle Investoren.

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