Corona und weniger Wasser setzen Verbund zu

Der Gewinn des Energiekonzerns fiel im ersten Quartal 2020 in zweistelliger Höhe, der Umsatz legte sogar leicht zu. Für das Gesamtjahr wird ein merklich geringerer Gewinn als bisher erwartet prognostiziert.

Corona und weniger Wasser setzen Verbund zu

Der Verbund hat wegen der Coronakrise und einer im Vergleich zum Vorjahrszeitraum geringeren Wasserführung im ersten Quartal 2020 deutlich weniger Gewinn erzielt als von Analysen erwartet. Im ersten Quartal sank das Konzernergebnis um 12,1 Prozent auf 156,5 Millionen Euro, teilte der Verbund bei der Ergebnispräsentation mit. Damit schreibt der Stromversorger aber auch trotz schwierigem Umfeld vergleichsweise gute Gewinne.

Geringer Gewinnrückgang war erwartet worden
Der Umsatz stieg sogar leicht um vier Prozent auf 1,257 Milliarden Euro. Analysten hatten im Vorfeld mit einem leichten Umsatzminus gerechnet.

Belastet wurde das Ergebnis von der geringeren Wasserführung. Es ist nötig für die Stromerzeugung der Laufkraftwerke. Sie lag zwar um neun Prozent über dem langjährigen Durchschnitt, aber um zwölf Prozentpunkte unter dem Vorjahresquartal.

Geringere Stromproduktion, fallende Preise für CO2-Zertifikate
Die Corona-Krise hat sich auch beim Verbund bemerkbar gemacht und hat laut Konzernangaben das Umfeld ür die Energiewirtschaft im ersten Quartal in sehr kurzer Zeit verändert. Die Stromachfrage ist teilweise um bis zu 15 Prozent eingebrochen. Die Preise für CO2-Zertifikate sind in Europa wegen der geringeren Stromproduktion gefallen, jene für Kohle, Gas und Erdöl seien aufgrund der stark gesunkenen Nachfrage aus der Wirtschaft ebenfalls teils erheblich gesunken. Ein Umfeld, das sich negativ auf die Großhandelspreise für Strom ausgewirkt haben. Zusätzlich negativ hätten sich die durch die Auswirkungen der Coronakrise gesunkenen Spotmarktpreise für Strom sowie die wegen der geringeren Stromnachfrage gesunkenen Ergebnisbeiträge aus dem Segment Netz ausgewirkt. Der Umsatz stieg um 4,0 Prozent auf 1,257 Mrd. Euro. Die Nettoverschuldung wurde um 6,7 Prozent auf 2,1 Mrd. Euro reduziert.

Nettoverschuldung deutlich gesunken
Positiv auf das Ergebnis ausgewirkt haben sich die gestiegenen Terminmarktpreise 2020 für Strom, die bereits 2019 abgesichert wurden, sowie ein leicht höherer Beitrag aus den Bereichen Erneuerbare und Absatz.

Die Verbund-Aktie ist zwar am Tag der Ergebnispräsentation leicht eingeknickt, hat sich aber im vergangenen Monat von leichten Kursverlusten erholt und seither sogar 13 Prozent zugelegt.

Schwächeres Konzernergebnis für 2020 erwartet
Der Ausblick für 2020 wird gesenkt. Auf Basis einer durchschnittlichen Eigenerzeugung aus Wasser- und Windkraft wird nun ein EBITDA zwischen rund 1,09 und 1,25 Mrd. Euro prognostiziert statt bisher rund 1,15 bis rund 1,34 Mrd. Euro. Das Konzernergebnis wird nun zwischen rund 470 und 560 Mio. Euro erwartet, zuletzt waren rund 510 bis rund 630 Mio. Euro prognostiziert worden. Die Ausschüttungsquote für 2020 sei zwischen 40 und 50 Prozent geplant, bezogen auf das um Einmaleffekte bereinigte Konzernergebnis.

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Caroline Palfy (r.) ist neue Geschäftsführerin in der Handler Holding GmbH und verantwortet den Bereich Sustainable-Strategie. Das Familienunternehmen HANDLER ist Spezialist für hochwertige Bau- und Immobilienprojekte in Österreich.
Marieluise Krimmel ist Partnerin bei Deloitte in Wien im Bereich Audit & Assurance und ist in der Prüfung und Beratung tätig. Ihre Branchenschwerpunkte liegen neben der Industrie in der Immobilien- und der Bauwirtschaft.

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