Corona-Shutdown: Österreich sperrt im Mai langsam wieder auf

Ein Ende des Corona-Shutdowns ist in Sicht. Ab dem 1. Mai dürfen alle Geschäfte und Dienstleister wie Friseure wieder öffnen. Ab 15. Mai folgt die Gastronomie mit Sperrstunde um 23 Uhr. Auch der Schulbetrieb rollt in Etappen wieder an.

Corona-Shutdown: Österreich sperrt im Mai langsam wieder auf

Die Regierungsspitze hat die nächsten Schritte zum "Hochfahren" des Landes nach dem Corona-Shutdown dargelegt. Der Plan sieht eine stufenweise Öffnung ab Mai vor. Es wird allerdings weiterhin Schutzmaßnahmen geben und die Lockerungen erfolgen vorbehaltlich eines allfälligen Wiederanstiegs der Infektionszahlen.

Wann die Grenzen zu welchen Ländern wieder geöffnet werden ist derzeit noch ungewiss und wird unter den EU-Außenministern beraten. Die nun vorgestellten nächsten Schritte im Überblick.


1. Mai: Geschäfte, Dienstleister öffnen

  • Ausgangsbeschränkungen werden gelockert
  • Alle Geschäfte dürfen öffnen
  • Dienstleister wie Masseure, Fußpfleger und Friseure dürfen ihre Dienstleistungen wieder anbieten
  • Breitensport wird wieder gestattet

Einschränkungen: Es müssen in Lokalen und Geschäften MNS-Masken getragen werden und der Ein-Meter-Sicherheitsabstand eingehalten werden.

Breitensport: Sportler sollen ihre Touren "mit Maß und Ziel" absolvieren.


4. Mai: Schulbetrieb läuft an

Im Schulbereich beginnen die Vorbereitungen für die Matura und Lehrabschlussprüfungen. Maturanten und Lehrlinge können dafür wieder in die Schulen kommen.


15. Mai: Gastronomie, Schulen, Kirchen

  • Die Gastronomie sperrt wieder auf. Sperrstunde für die Lokale, die ab 15. Mai wieder aufmachen dürfen, ist vorerst 23.00 Uhr.
  • Der Schulbetrieb für alle Schulstufen wird etappenweise wieder aufgenommen.
  • Gottesdienste sollen wieder möglich sein.

Vorschau auf den Sommer 2020

  • Reisen: Es wird eine "schrittweise" Grenzöffnung für Urlauber angepeilt. Die Regierung denkt dabei an Ländern, die bei der Corona-Bekämpfung ähnlich erfolgreich sind wie Österreich. Konkret sind derzeit Deutschland und Tschechien im Gespräch. Es ist jedoch noch nicht frühzeitig mit einer uneingeschränkten Reisefreiheit quer durch Europa zu rechnen. Die Regierung empfiehlt weiterhin, den Sommerurlaub in Österreich zu verbringen.

  • Berg- und Hüttensaison: Die großen Alpinvereine sind zuversichtlich, dass die Saison nicht ausfallen wird. "Wir hoffen, dass ein Teil der Hütten Mitte Mai aufsperren kann", meint Regina Hrbek von den Naturfreunden Österreich. Dass es Einschränkungen geben wird, ist aber klar. "Das wird eine spezielle Saison", hielt Peter Kapelari, Leiter der Abteilung Hütten beim Alpenverein, fest. An besonderen Hygienevorschriften wird kein Weg vorbeiführen.

  • Badesaison: Über der Badesaison 2020 hängt noch ein Fragezeichen. Wiens Bürgermeister Michael Ludwig will der Bevölkerung im Sommer trotz Coronavirus den Zugang zu den Freibädern ermöglichen. Sollte aus Sicherheitsgründen das Schwimmen nicht möglich sein, könnten zumindest die Liegeflächen als Erholungsraum genutzt werden. Man sei dazu "in engen Gesprächen" mit dem Bund. Die Zutrittskontrollen zu den Bundesgärten in Wien sollen unterdessen nach dieser Woche eingestellt werden.

    Die EU-Außenminister sind betreffend der Reisefreiheit in Abstimmung. Deutschlands Außenminister Heiko Maas stellt allerdings bereits klar: "Eine normale Urlaubssaison mit vollen Strandbars und vollen Berghütten wird es diesen Sommer nicht geben können. Das wäre nicht zu verantworten."

  • Feste und Veranstaltungen: Ob das "Wiener Wiesn Fest im Prater", das vom 24. September bis 11. Oktober angesetzt ist, heuer stattfindet, wird am 23. April bekanntgegeben. Das Oktoberfest in München wurde bereits abgesagt. Das Wiener Donauinselfest soll wie bereits angekündigt im September stattfinden.

Aktuelle Corona-Verbreitung

Bis zum Vormittag des 21. April 2020 lagen in Österreich 14.873 positive Testergebnisse auf SARS-CoV-2 vor. Die Zahl der an oder mit Covid-19 Verstorbenen wurde von Innen- und Gesundheitsministerium mit 491 beziffert. 10.971 Menschen galten als wieder genesen. Die Zahl der aktiv Erkrankten ist um 7,7 Prozent auf 3.411 gesunken. 756 Corona-Patienten befanden sich in einem Krankenhaus, 196 der Betroffenen in Intensivpflege.

Aktuelle Werte und Grafiken zur Entwicklung in Österreich finden Sie hier.

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Zur Person. Georg Schwondra, 51, ist Partner bei Deloitte und für den Ausbau und die Leitung des Bereiches Cyber Risk/Cyber Security bei Deloitte Risk Advisory verantwortlich. Er verfügt über umfangreiche Erfahrungen sowohl im Bereich von Security Strategy, der Beratung und Implementierung von Cybersecurity-Lösungen, dem Outsourcing von Security-Funktionen auf Auftraggeberseite und Dienstleisterseite als auch in der Begleitung und dem Management von Transformationsprojekten bei Unternehmen aller Größen, insbesondere auch im Bereich von Familien- und Privatunternehmen.

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