Corona-Hilfsfonds für Steuerberater und Wirtschaftsprüfer

Steuerberater und Wirtschaftsprüfer leiden in der Corona-Krise mitunter unter existenzbedrohenden Honorarausfällen. Die Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer richtet daher nun einen 2 Millionen Euro schweren Corona-Hilfsfonds für ihre Mitglieder ein.

Kammerpräsident Klaus Hübner

Kammerpräsident Klaus Hübner

Steuerberater und Wirtschaftsprüfer gehören zu diejenigen, die in den vergangenen Monaten im Interesse der heimischen Unternehmen die von der Bundesregierung geschnürten Kurzarbeits-, Härte- und Hilfsfonds-Regelungen abgewickelt haben. Jetzt drohen aber auch ihnen selbst existenzbedrohende Umsatzeinbußen durch die Corona-Krise.

„Wir müssen damit rechnen, dass auch unser Berufsstand, wenn auch zeitverzögert, mit den Folgen der Krise zu kämpfen hat. Besonders hart wird es kleine Kanzleien und jene Kollegen treffen, die von einem niedrigen Einkommens- und Umsatzniveau ausgehend massive Einbrüche erleiden werden", sagt Klaus Hübner, Präsident der Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer (KSW). Trotz aller Sofortmaßnahmen für die Wirtschaft sei mittlerweile klar, dass leider nicht alle Klienten die Krise überleben werden und die Steuerberater und Wirtschaftsprüfer auf ihren Honorarnoten sitzenbleiben - der Beratungsaufwand entweder nicht im vollen Umfang verrechnet werden kann oder die verrechneten Leistungen nicht bezahlt werden können,.

2-Millionen-Euro Hilfspaket

Die Kammer, die österreichweit 8.000 Steuerberater/innen vertritt, stellt daher nun ein 2-Millionen-Euro schweres Hilfspaket für Härtefälle zur Verfügung. „Wir werden einen Teil unserer Rücklagen auflösen und haben einen Härtefonds für Kollegen in Not eingerichtet, um rasch helfen zu können. Bis zu 6.000 Euro gibt es schnell und unbürokratisch. Gerade in Zeiten wie diesen muss sich der Berufsstand solidarisch zeigen“, kommentiert Hübner.

Besonders von der Krise hart betroffene Steuerberater und Wirtschaftsprüfer erhalten von der KSW für einen Zeitraum von bis zu vier Monaten eine monatliche Unterstützung von bis zu 1.500 Euro. Die Höhe ist vom jeweiligen Einkommen abhängig. Weitere Voraussetzungen sind unter anderem eine selbständige Tätigkeit bereits vor 2020 und einen durch COVID-19-bedingten Umsatzverlust von mehr als 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

„In welchem Ausmaß die Krise auch die Steuerberater und Wirtschaftsprüfer treffen wird, ist derzeit nicht abschätzbar. Umso wichtiger war es für uns, schnell zu handeln, bevor einige unserer Mitglieder aufgrund existenzbedrohender Honorarausfälle ihren Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten können“, betont KSW-Präsident Klaus Hübner.

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