Corona, eine Bewährungsprobe für den Caterer DO & CO

Shutdown, abgesagte Events, geschlossene Hotels und Restaurants, stillstehende Flugzeuge - die neue Quartalsbilanz des Cateringunternehmens DO & CO zeigt die brutalen Folgen der Corona-Krise. Das Management rund um Gründer und 30-Prozent-Eigentümer Atilla Dogudan ist dennoch zuversichtlich.

DO & CO Chef Atilla Dogudan

Warten auf Kunden und bessere Zeiten: Catering-Spezialist Atilla Dogudan (r.)

Die Coronakrise hat das börsenotierte Cateringunternehmen DO & CO (ISIN AT0000818802) mit voller Wucht getroffen. Kein Wunder, ist das Unternehmen doch genau in den Bereichen tätig, die von der Pandemie besonders stark erfasst wurden.

Weltweit wurden Veranstaltungen und Events in den vergangenen Monaten praktisch flächendeckend abgesagt, die Gastronomie wurde geschlossen und nur unter Einschränkungen wieder geöffnet. Zusätzlich schwer getroffen hat DO & CO, das einen starken Footprint im Airline-Catering hat, der Stillstand in der Luftfahrt. Und selbst die prestigeträchtigen Sport-Caterings bei internationalen Großveranstaltungen sind ausgefallen. Die Formel 1 wurde monatelang ausgesetzt, die UEFA Champions League ebenfalls, die Fußball-Europameisterschaft und die Olympischen Spiele gleich ganz abgesagt.

Bilanz des Schreckens

Die Folge: der Umsatz im Unternehmensbereich Airline Catering ist im ersten Quartal um 86 Prozent auf rund 24 Millionen Euro zurückgegangen. Die Umsätze der Division "International Event Catering" reduzierten sich um 95 Prozent auf 1,99 Millionen Euro, im Bereich "Restaurants, Lounges & Hotel" gingen die Erlöse um 81 Prozent auf 6,56 Millionen Euro zurück. Um die Fixkosten zu senken hat DO & CO auch den Personalstand massiv reduziert. Über 4.000 Mitarbeiter mussten das Unternehmen bereits verlassen.

Im ersten ersten Quartal des Geschäftsjahres 2020/21 ist daher auch der Umsatz des Unternehmens um 87 Prozent auf 32,47 Millionen Euro eingebrochen. Unterm Strich verbuchte der Catering-Spezialist einen Verlust von rund 22 Millionen Euro.

Lange Durststrecke

Und es ist erst wenig Licht am Ende des Tunnels. Positiv wird die Entwicklung im Restaurant-Geschäft seit der Wiedereröffnung gesehen. Hier läuft das Geschäft seither teilweise sogar besser als im Vorjahr. Auch das Event-Catering kommt langsam wieder in Schwung. Die Formel 1 fährt wieder, es wird wieder Fußball gespielt und es gibt auch wieder erste Veranstaltungen von Unternehmen und Prvatpersonen, bei denen DO & CO aufkochen kann. Erste Anzeichen einer Erholung gibt es auch beim Airline-Catering. "Besonders in den Premium-Klassen haben Qualitäts-Fluglinien wieder begonnen, den Passagieren Mahlzeiten zu servieren. Es kann nicht länger erklärt werden, warum man Passagieren nichts anbietet, obwohl alle Covid-19-Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden", betont das Unternehmen.

DO & CO geht dennoch davon aus, dass das Geschäft auch in den nächsten Quartalen massiv von der Corona-Pandemie beeinträchtigt bleiben wird. Trotz der ersten positiven Signale könnte es speziell im Airline-Catering sehr lange dauern, bis Essen während Flugreisen wieder in einem ähnlichen Umfang gefragt ist wie vor der Corona-Krise.

Doch es gibt auch positive Nachrichten. So wird DO & CO etwa ab September das Catering der British Airways auf allen Kurzstreckenflügen abwickeln. In der Formel 1 ist DO & CO weiter exklusiver Caterer in den Hospitality-Bereichen und für die Teams. Beim Filmfestival am Wiener Rathausplatz kocht DO & CO ebenfalls exklusiv, über die neue B2C-Schiene "Lazy-Chef" bietet man Mahlzeiten zum Abholen ab und mit dem Fußballverein FC Bayern München wird eine Erlebniswelt in der Münchner Innenstadt kreiert, wo DO & CO bayrische und internationale Spezialitäten auftischen wird.

"Obwohl DO & CO von der Pandemie besonders getroffen wurde ist das Management überzeugt, dass das Unternehmen die Herausforderungen gut bewältigen und stärker als zuvor aus der Krise herausgehen wird", betont das Unternehmen. Gutes Essen und gutes Trinken hat schließlich immer Saison.

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