Constantia Flexibles schließt Werk in Rumänien

In Rumänien produzierte Constantia Flexibles Verpackungen für Chips, Schokolade, Waffeln oder Müsli.

In Rumänien produzierte Constantia Flexibles Verpackungen für Chips, Schokolade, Waffeln oder Müsli.

90 Mitarbeiter des Constantia Flexibles Werks in Bukarest müssen sich neue Arbeitsplätze suchen. Das Werk, in dem Verpackungen für die Snack- und Süßwarenindustrie produziert wurden, wird bis Juni geschlossen.

Contstantia Flexibles, der österreichische Verpackungskonzern mit 56 Standorten in 24 Ländern strukturiert die Produktion um und wird bis Juni das Werk in Bukarest (Rumänien schließen), in dem aktuell noch 90 Personen beschäftigt sind. In dem Bukarester Werk werden dünne Folien-Verpackungen für Snacks wie Chips und Nüsse sowie für Leckereien wie Schokolade und Waffeln hergestellt.

Die Produktionskapazitäten des rumänischen Werks werden von den Standorten Weiden in Deutschland, Ankara in der Türkei und Kleszczów in Polen übernommen. Am Standort Weiden hatte Constantia zuletzt in den Ausbau der Produktionskapazitäten investiert

Stefan Grote, Executive Vice President der Constantia Division Food Europe, betont in der entsprechenden Mitteilung des Unternehmens, dass die Werksschließung fair und sozialverantwortlich durchgeführt werden wird und dass die Belieferung der Kunden trotz der Änderungen in der Lieferkette reibungslos weiterlaufen werde.

Profitable Geschäfte

Für Constantia, dem mit rund 10.000 Mitarbeitern weltweit viertgrößten Anbieter von flexiblen Verpackungen und Labels, ist die Werksschließung ein "Transfer von Produktionskapazitäten", mit dem die Auftragsabwicklung, die Produktionsplanung und die Logistik im Unternehmen optimiert werden soll.

Constantia Flexibles erwirtschaftete zuletzt (2015) einen Umsatz von 1,89 Milliarden Euro und hatte mit einem Umsatzplus von 5,8 Prozent und einer EBITDA-Marge von 13,9 Prozent ein gesundes Wachstum gezeigt. Im ersten Halbjahr 2016 lag der Umsatz bei 1,02 Milliarden Euro (+8,7 %), die EBITDA-Marge war auf 14,6 Prozent gestiegen.

Der Food-Bereich ist für den Verpackungskonzern der wichtigste. 56,6 Prozent des Umsatzes entfallen auf dieses Segment. Dahinter folgen die Geschäftsbereiche Labels (29,5 %) und Pharma (13,9 %). Fast zwei Drittel der Umsätze (61,3 %) erwirtschaftet Constantia Flexibles in Europa. Der Konzern beliefert rund 3.000 Kunden mit seinen Produkten.


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