Constantia Flexibles: Umsatzrekord zum Abschied

Constantia Flexibles CEO Alexander Baumgartner

Constantia Flexibles CEO Alexander Baumgartner

Der Verpackungskonzern Constantia Flexibles hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen neuen Umsatzrekord aufgestellt. Mit der Vorlage der letzten Zahlen der Unternehmensgeschichte konnte ein Umsatz von über zwei Milliarden Euro erzielt werden, auch dank neu erworbener Unternehmen in den Wachstumsmärkten.

Constantia Flexibles, der weltweit agierende Verpackungskonzern mit österreichischen Wurzeln, hat nach einigen Übernahmen im Vorjahr einen neuen Umsatzrekord erzielt. Erstmals in der Unternehmensgeschichte konnte die 2-Milliarden-Euro-Hürde überschritten werden. Das Konzernergebnis ist jedoch trotz einer gestiegenen EBIDTA-Marge und einem um knapp 15 Prozent verbesserten operativen EBIDTA um 3,4 Prozent zurückgegangen-

Die Zahlen sind die letzten, die von der Constantia Flexibles auf der Ebene der Constantia Flexibles Group GmbH vorgelegt werden. Das Unternehmen wurde bekanntlich Ende 2014 vom französischen Finanzinvestor Wendel übernommen. Nach der Tilgung einer noch ausstehenden Anleihe im Mai 2017 wird es nur noch Zahlen der Mutterfirma Constantia LUX Parent S.A. geben, die aber in den konsolidierten Ergebnissen der Wendel-Gruppe veröffentlicht werden.


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Das Unternehmen ist für die nahe Zukunft zuversichtlich. Die Integration der kürzlich erworbenen Unternehmen für pharmazeutische Verpackungen, Oai Hung in Vietnam und Lamp San Prospero in Italien werde rasch voranschreiten. In der Division Food werde die positive Entwicklung des in Südafrika erworbenen Unternehmens Afripack anhalten. Das Ziel von CEO Alexander Baumgartner ist, die Rentabilität weiter zu steigern, "indem wir unsere globale Wachstumsstrategie vorantreiben und uns auf ausgewählte Kundenmärkte in attraktiven Regionen konzentrieren".

Umsatz nach Divisionen

Die Division Food machte 2016 einen Umsatz von 1.204,3 Millionen Euro, um 6,8 Prozent mehr als 2015. Das waren 56,7 Prozent des Gesamtumsatzes. Vor allem in den USA gab es ein gutes Wachstum. In Europa ist der Umsatz aufgrund fallender Rohstoffpreise leicht gesunken. Mengenmäßig konnte der Absatz von filmbasierten Verpackungen für Süßwaren und Fertiggerichte erneut gesteigert werden. "Aufgrund des schwierigen politischen Umfelds in der Türkei und deren Nachbarländern war die Absatzsituation in den Emerging Markets im Jahr 2016 herausfordernd", heißt es im vorläufigen Jahresergebnis. Der vollständige Jahresbericht wird am 28. April veröffentlicht.

Der Umsatz der Division Pharma stieg 2016 um 5,6 Prozent auf 312,6 Millionen Euro, das waren um 14,2 Prozent des Gesamtumsatzes. In Europa legte der Umsatz zu, durch den Zukauf der Firma Oai Hung in Vietnam gab es auch in den Emerging Markets ein deutliches Plus. In den USA war das Wachstum gedämpft.

Die Division Labels steigerte den Umsatz 2016 im Vergleich zu 2015 um 11,8 Prozent auf 604,7 Millionen Euro - das waren um 29,1 Prozent des Gesamtumsatzes. Constantia Flexibles profitierte insbesondere von der Nachfrage nach selbstklebenden Etiketten im Biermarkt. Auch Nassleimetiketten waren sehr gefragt.

Kennzahlen der Constantia Flexibles Group GmbH
2015 2016 Veränderung 2015/2016
Umsatz 1.898,7 Mio. € 2.062,1 Mio. € +8,6 %
Operatives EBITDA 263,1 Mio. € 301,8 Mio. € +14,7 %
EBITDA-Marge 13,9 % 14,6 % +5,0 %
Konzernergebnis 59,4 Mio. € 57,4 Mio. € -3,4 %
Mitarbeiter 8.425 10.180 +20,8 %
Quelle: Constantia Flexibles
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