Chefwechsel bei der Wiener Städtischen: Ralph Müller übernimmt

Ralph Müller, designierter Generaldirektor Wiener Städtische Versicherung

Ralph Müller, designierter Generaldirektor Wiener Städtische Versicherung

Bei der Wiener Städtischen Versicherung kommt es 2021 zu einem Wechsel an der Spitze. Der aktuelle Donau-Versicherung-Chef Ralph Müller übernimmt die Leitung von Robert Lasshofer.

Bei der Wiener Städtischen Versicherung kommt es 2021 zu einem Führungswechsel. Robert Lasshofer, der die größte Tochter des börsenotierten VIG-Konzerns als Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor seit 2010 leitet wird Ende 2020 aus dem Vorstand ausscheiden und an Ralph Müller, derzeit Generaldirektor der Donau Versicherung, übergeben. Müller wird schon mit Anfang 2020 in den Vorstand der Wiener Städtischen einziehen und soll, so Günter Geyer, Aufsichtsratspräsident der Wiener Städtischen, den Erfolgskurs der Versicherung fortsetzen.

Der Versicherungsexperte kam 2011 als Vertriebsvorstand zur Wiener Städtischen, danach war er für das Risiko- und Finanzressort verantwortlich, seit Sommer 2018 ist der studierte Jurist Generaldirektor der Donau Versicherung.

Müller bringt auch eine langjährige Erfahrung im Finanzdienstleistungsbereich mit. Er war unter anderem auch Vorstand der Bank Austria. Sein Ziel ist es, mit innovativen Produkten und Dienstleistungen offline wie online zu überzeugen.

Lebensversicherungs-Vorstand Rapf scheidet aus

Manfred Rapf, Vorstand für Lebens- und Krankenversicherung, hat nach dem Abschluss der Fusion zwischen Wiener Städtische und s Versicherung das Unternehmen Gründen verlassen. Er will sich neuen Aufgaben widmen. Seine Agenden werden künftig Christine Dornaus (Lebensversicherung) und Doris Wendler (Kranken- und Unfallversicherung) übernehmen.

Der Zusammenschluss von Wiener Städtischer und s Versicherung wurde im Oktober 2018 abgeschlossen. Zusätzlich wurde der Kooperationsvertrag mit Erste Bank und Sparkassen bis Jahr 2033 verlängert. Diese Partnerschaft soll die Basis für einen weiteren Ausbau des Marktanteils über den Bankenvertrieb bilden. In den ersten Monaten nach vollzogener Fusion verzeichnete die Wiener Städtische – über ihre Marke s Versicherung – in diesem Bereich Steigerungsraten von bis zu 30 Prozent. „Diesen Erfolgsweg werden wir konsequent weitergehen und sukzessive ausbauen“, sagt der noch amtierende Wiener Städtische-Generaldirektor Lasshofer.

Wiener Städtische in Zahlen

Die Wiener Städtische Versicherung konnte 2018, im ersten Jahr nach Fusion mit der s Versicherung, die Gesamtprämien auf über die Schwelle von drei Milliarden Euro steigern. Die Entwicklung war geprägt von einer hohen Nachfrage in der Kranken- und Schaden/Unfallversicherung. Die Krankensparte legte um 3,5 Prozent auf 407 Millionen Euro zu, die Schaden/Unfallversicherung um 2,1 Prozent auf 1,31 Milliarden Euro. In der Lebensversicherung wurden die Einnahmen in der laufenden Prämie leicht gesteigert. „Wir können auf ein sehr stabiles Portfolio bauen. Hinzu kommt unser Wachstumsmotor, die Krankenversicherung, die ihre Dynamik auch künftig fortsetzen wird“, erklärt Lasshofer.

Der Gewinn vor Steuern (EGT) lag im Vorjahr bei 157,7 Millionen Euro (IFRS), nach 170,4 Millionen Euro im Jahr 2017. Der Rückgang ist auf ein rückläufiges Finanzergebnis aufgrund der Niedrigzinsphase zurückzuführen. Dank konservativer Rückversicherungspolitik wurde die Schaden-Kosten-Quote (Combined Ratio) auf 91,9 Prozent weiter verbessert – ein Spitzenwert im Branchenvergleich. Die Solvenzquote erreichte 2018 einen Wert von 225,6 Prozent.

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