Casinos-Poker: Prager Investor fühlt sich vom Finanzministerium diskriminiert

Der tschechische Milliardär Jiri Smejc fühlt sich in Sachen Casinos Austria vom österreichischen Finanzministerium diskriminiert und plant rechtliche Schritte. "Die Situation scheint uns unerhört", so Smejc am Dienstag zur Nachrichtenagentur Reuters. Smejc und der Milliardär Karel Komarek halten bereits 11,35 Prozent an den teilstaatlichen Casinos, wollen aber ihre Anteile aufstocken.

Casinos-Poker: Prager Investor fühlt sich vom Finanzministerium diskriminiert

Die beiden Investoren berufen sich auf ein Vorkaufsrecht, das sie mit dem Teileinstieg bei den Casinos Austria ihrer Meinung nach erworben haben. Im Finanzministerium bzw. der Staatsholding ÖBIB sieht man das anders. Vor ein paar Wochen hat die ÖBIB bei der Casinos-Hauptversammlung die Übertragung weiterer 16,8 Prozent der Casinos-Aktien von der MTB Stiftung an Smejc' und Komareks CAME Holding "aus wichtigem Grund" blockiert. Stattdessen wurde dem niederösterreichischen Novomatic-Konzern der Vorzug gegeben, der theoretisch schon 40 Prozent der Casinos-Anteile kontrolliert. Wettbewerbsrechtlich ist der Deal noch nicht durch, außerdem wollen sich die Tschechen wehren.

"Wir haben das Gefühl, wir werden durch das Vorgehen des österreichischen Finanzministerium diskriminiert", wird Smejc zitiert. "Das ist etwas, was in der Europäischen Union grundsätzlich inakzeptabel ist." Auch in einer Aussage von Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) vom September, wonach die Casinos in österreichischer Hand bleiben sollten, sieht Smejc dem Reuters-Bericht zufolge Diskriminierung.

Wann der Investor rechtliche Schritte einleiten wird, sagte er nicht. Laut seinem Sprecher wird darüber am Freitag diskutiert.

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