Casinos-Poker: Drohbrief aus Prag

Casinos-Poker: Drohbrief aus Prag

Stepan Dlouhy boxt mit aller Härte die Interessen des Tschechen-Konsortums beim Casinos-Deal durch.

Mit harter Gangart wollten die tschechischen Bieter im Rennen um die Casinos-Anteile noch vorne kommen. Doch statt eines Erfolges sind sie jetzt sogar alle Vorkaufsrechte los.

Der richtige Umgang mit Telefonterror und Drohbriefen am Wochenende beschäftigt die Aktionäre der Casinos Austria (Casag) seit der Hauptversammlung vergangenen Montag. Denn was der Rechtsanwalt Leonhard Romig dort berichtete, sorgte für einige Empörung - und spielte auch bei der Entscheidung über die Zukunft der Casag eine wichtige Rolle.

Als Vorstand der Privatstiftung von Maria Theresia Bablik (MTB) sucht Romig seit Monaten nach einem Käufer für 16,8 Prozent an den Casinos. Die niederösterreichische Novomatic Group, die Austrian Gaming Holding (AGH) mit Sitz in Prag und die in letzter Minute aufgetauchte Dorotheum-Gruppe rund um die Familien Dichand und Soravia zählten zu den Interessenten. MTB entschied sich für Novomatic, weil deren Konzept überzeugte und die Alternativen fragwürdig waren (FORMAT 40/15 exklusiv ).

Die Präferenz für Novomatic wurde dem MTB-Vorstand zum Verhängnis. Am Wochenende vor der entscheidenden Hauptversammlung wurde er von den tschechischen Interessenten unter Druck gesetzt. Denn sollten die MTB-Anteile endgültig an die Novomatic gehen, dann wäre der langersehnte Casag-Einstieg der Tschechen Geschichte. Die durch Stepan Dlouhy und Tomas Porupka vertretene AGH setzte deshalb alle Hebel in Bewegung, um die Vorentscheidung für Novomatic noch in letzter Minute umzudrehen.

Der FORMAT exklusiv vorliegende AGH-Schriftverkehr besteht aus einem zweiseitigen Drohbrief aus Prag (datiert mit 4. Oktober 2015) und einem E-Mail vom 5. Oktober 2015, das Montag früh - kurz vor der HV - an die Casag-Shareholder versandt wurde

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