Casinos-Management könnte Sazka-Deal blockieren

Ein Mini-Anteil an Medial sichert dem Casinos Austria Management ein Mitspracherecht beim Verkauf der Novomatic-Anteile an die tschechische Sazka-Gruppe

Casinos Austria Vorstandschefin Bettina Glatz-Kremsner

Könnte den Verkauf der Novomatic-Anteile an Sazka verhindern: Casinos Austria Vorstandschefin Bettina Glatz-Kremsner.

Der Verkauf der Casinos-Anteile (17,19 Prozent) durch die Novomatic an den größten Aktionär der Casinos Austria AG (Casag), die tschechische Sazka-Gruppe (38 Prozent), schlägt hohe Wellen. Dem Vernehmen nach ist die Casag-Belegschaft zutiefst beunruhigt und in der Politik werden Rufe laut, wieso der zweitgrößte Casinos-Aktionär, die staatliche ÖBAG, nicht von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch macht.

Dies ist aber schon allein deshalb schwierig, weil die Republik, die Eigentümerin der ÖBAG, aktuell nur eingeschränkt handlungsfähig ist. Die Interimsregierung will solch weitreichende Entscheidungen nicht fällen.

Wie der trend in Erfahrung brachte, könnte aber auch das Casag-Management den angekündigten Deal blockieren. Denn die Casag besitzt an der Medial Beteiligungsgesellschaft - jener Gesellschaft über die auch die Sazka ihre Anteile an der Casag hält - 0,3 Prozent. Wie aus dem Gesellschaftsvertrag der Medial hervorgeht, müssen dort wichtige Beschlüsse einstimmig gefasst werden, eigens angeführt sind unter Punkt IX. Z 2 „der Erwerb, die Veräußerung oder Belehnung von Beteiligungen jeder Art“.

Sprich: Das Casag-Management unter Führung von Generaldirektorin Bettina-Glatz-Kremsner könnte mit dem Mini-Anteil von 0,3 Prozent den Zukauf der Sazka blockieren. Wie ein Sprecher der Casinos Austria gegenüber trend bestätigt, stand das aber noch nicht auf der Agenda: „Wir werden die Situation in Ruhe analysieren und uns irgendwann auch mit dieser Frage beschäftigen“.

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