Wer das Porsche Milliarden-Erbe sichern kann

Wer das Porsche Milliarden-Erbe sichern kann

Der Favorit heißt Gregor Anton Piëch, ist 18 Jahre jung und das jüngste von zwölf Kindern Ferdinand Piëchs.

Insgesamt zählen zur deutsch-österreichischen PS-Dynastie "80 bis 100 Personen“, schätzt Peter Daniell Porsche im FORMAT-Gespräch - je nachdem, wen man noch zur Familie hinzuzählt. Doch welcher Familienangehörige macht das Rennen um die Vorherrschaft, um das milliardenschwere Unternehmen sicher durch die kommenden Jahre zu chauffieren? Ferdinand Piëch hat mit zwölf Kindern schon einmal für ordentlich Nachwuchs gesorgt. Während seiner ersten Ehe kam er auf neun Kinder, mit seiner jetzigen Frau auf drei. Sein jüngster Spross, Gregor Anton, soll künftig eine wesentliche Rolle im Sportwagenkonzern spielen. Er ist, so Porsche-Kenner, der Einzige dem Piëch die Rolle als Clan-Chef und die Leitung des Porsche-Imperiums zutraut.

Nicht verwunderlich ist es, dass Piëch bei der künftigen Thronfolge nichts dem Zufall überlässt. Da sein Jungspund auch in den nächsten fünf bis zehn Jahren nicht in der Lage sein wird, die Firmenanteile zu verwalten, hat der schlaue Firmenlenker seine Frau Ursula (Bild) in der Zwischenzeit als Platzhalterin eingesetzt. Die gelernte Kindergärtnerin wurde im April dieses Jahres von ihrem Mann als Aufsichtsrätin bei Volkswagen installiert. Sie wurde von Piëch zudem testamentarisch als Nachfolgerin bestimmt. Wenn das Mandat ihres heute 75-jährigen Gatten in fünf Jahren ausläuft, soll die gebürtige Oberösterreicherin die Interessen der Familie als Aufsichtsratspräsidentin künftig exekutieren.

Und zwar so lange, bis der Nachwuchs die nötige Reife erreicht hat. Schon einmal gab es in der Porsche-Ära eine starke Frau an der Spitze: Louise Piëch, die Tochter von Ferdinand Porsche, leitete mehr als 20 Jahre lang die Porsche Holding in Salzburg. Diese Managementfähigkeit traute ihr anfangs niemand zu, doch Louise Piëch führte diese Tätigkeit hervorragend aus und baute das Unternehmen zu einem Big Player aus. Für ähnliche Höchstleistungen könnte auch Ursula Piëch gut sein, schätzen die beiden Buchautoren Aust und Ammann.

Für Spannung ist gesorgt: Denn auch die Porsches haben einige junge und potenzielle Nachfolger in petto. Sie werden sich nicht so einfach mit der Nummer zwei zufrieden geben und auch den Anspruch auf mehr haben. Und ein Betriebsrat, der lieber ungenannt bleiben möchte, sagt: "Am besten wäre ein junger Porsche, der fesch und dynamisch ist. Wir brauchten dringend ein Symbol, das für Jugendlichkeit und Kraft steht.“

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