„Und oft haben die ein Aha-Erlebnis“

ÖGB-Präsident Erich Foglar ist fürs Beibehalten des österreichischen KV-Systems.

FORMAT: Sind Kollektivverträge, wie sie in Österreich gehandhabt werden, noch zeitgemäß?

Erich Foglar: Das ist ein bewährtes Modell – und es ist auch ein zukunftstaugliches Modell. Österreich ist damit Vorbild für die halbe Welt. Es beschweren sich immer nur die Unternehmen. Die wissen oft gar nicht, wie viel Flexibilität in den Kollektivverträgen eigentlich drinsteckt. Und wenn ich ihnen das dann erkläre, haben die oft ein Aha-Erlebnis.

KVs sind trotzdem eine ziemlich bürokratische Angelegenheit.

Sind sie nicht. Dass es 1.000 Verträge geben soll, stimmt nicht. Da sind viele Karteileichen darunter, die in Archiven schlummern. Tatsächlich verhandelt werden rund 450 Verträge, insgesamt haben wir in Österreich vielleicht 600 gültige Kollektivverträge.

Wie hat sich denn das Verhandlungsklima in den letzten Jahren entwickelt?

In ein paar Bereichen gibt es schon Arbeitgeber, die glauben, sie müssen mit mehr Härte zum Erfolg kommen – wie etwa jetzt bei den Metallern oder eben bei der AUA. Aber insgesamt ist das Klima gut. Immerhin messen wir Streikzeit in Österreich nach wie vor in Sekunden.

Interview: Klaus Puchleitner

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