Thomas Piketty - Big Business mit trockenen Zahlen

Der bislang kaum bekannte Volkswirt Thomas Piketty ist mit seinem Weltbesteller "Capital in the Twenty-First Century“ zum reichen Rockstar und Millionär geworden und reiht sich nun in die Oberliga der Spitzenverdiener unter den Ökonomen ein.

Thomas Piketty - Big Business mit trockenen Zahlen

Der 4. Juli ist nicht nur US-Nationalfeiertag, dieses Datum wird wohl auch in die Annalen der Arbeiterkammer Wien eingehen. An vorigen Freitag 2014 gab sich Thomas Piketty, 43, der aktuell absolute Superstar der Ökonomengilde, im Haus an der Prinz-Eugen-Straße die Ehre. Noch nie hat die AK einen größeren Andrang gesehen. Bereits Wochen zuvor waren die 500 Besucherplätze im Bildungszentrum restlos ausgebucht, fünf Videoscreens versorgen das Publikum draußen mit Pikettys Thesen über die ungleiche Verteilung von Vermögen in aller Welt.

Seit sein Bestseller "Capital in the Twenty-First Century“, der sich in der französischen Originalversion nur recht mau verkaufte, im März 2014 auf Englisch erschienen ist, gingen mehr als eine Million Exemplare über den Ladentisch. Bei einem Einzelpreis von anfangs knapp 30 Euro, inzwischen 24 Euro, und einem für die Branche üblichen Autorenerlös von davon etwa zehn Prozent hat der Professor der Paris School of Economics mit seinem 700-Seiten-Opus damit bisher an die drei Millionen Euro verdient. Piketty, bislang nur unter Fachleuten bekannt, gilt seither als "Rockstar“ ("Financial Times“) und ist so in die recht überschaubare Oberliga jener Volkswirtschafter vorgedrungen, die das globale Ökonomen-Business dominieren. Um die Spitzenplätze auf der Einkommensrangliste rittern gleich drei Wirtschaftswissenschafts-Nobelpreisträger: "New York Times“-Kolumnist Paul Krugmann (University New York), Investitionsverhaltensforscher Robert Shiller (Yale) und Beststellerautor Joseph Stiglitz (Columbia).

Da US-Topuniversitäten ihren Starprofessoren schon mal ein durchschnittliches Jahresgehalt von rund 200.000 Dollar zahlen, haben sie allein aus dieser Einnahmenquelle kleine Reichtümer aufbauen können. Als der Vermögensverteilungs-Kritiker Krugman jüngst von Princeton nach New York wechselte, hat ihm die Internet-Klatschwebsite "Gawker“ auch sofort sein Jahressalär von 225.000 Dollar vorgehalten.

Noch mehr jedoch verdienen Topökonomen mit ihren Buchverkäufen. Krugman, der bereits über 20 Titel auf den Markt geworfen hat, wird daher vom US-Luxusportal "The Richest“ auf ein Nettovermögen von rund 2,5 Millionen Dollar taxiert. Sein Kollege Joseph Stiglitz, dessen Bestseller "Die Schattenseiten der Globalisierung“ bisher in 30 Sprachen übersetzt worden ist, bewegt sich in ähnlichen Kategorien.

Zum Vergleich: Nur die weitaus mächtigeren Spitzenökonomen dieser Welt kommen halbwegs an solche Dimension heran. IWF-Direktorin Christine Lagarde hat ein Jahreseinkommen von rund 400.000 Euro, EZB-Chef Mario Draghi kommt auf 370.000 Euro, und die Fed-Präsidentin Janet Yellen kriegt so wie ihr Vorgänger Ben Bernanke knapp 147.000 Euro per annum.

Sie alle jedoch erfreuen sich zusätzlich hervorragend dotierter Vortragshonorare, die für Starökonomen bei etwa 20.000 Dollar beginnen. Allerdings: nicht so Piketty. Sein Auftritt in Wien kostet die AK lediglich einen geringen vierstelligen Eurobetrag. Erst vor wenigen Wochen hat er ein Vortragshonorar von 100.000 Dollar aus Hongkong abgelehnt. Grund: Interessenkonflikt.

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