Stars aus der Mottenkiste

Stars aus der Mottenkiste

Wer weiß denn schon, dass von John Wayne das Zitat stammt: "Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss.“ Diesen denkwürdigen Satz sprach der US-Schauspieler im Western "Ringo“ im Jahr 1939. Noch weniger Leute wissen, dass sie dafür bezahlen müssen, wenn sie diesen Satz kommerziell nutzen wollen.

John Wayne ist nun zwar schon geraume Zeit tot, seine Persönlichkeitsrechte leben aber weiter. Und auch dieses Zitat ist Teil seiner Persönlichkeitsrechte.

Was also tun, wenn eine Agentur mit diesem Satz oder auch mit Bildern von John Wayne werben will? Seit kurzem vertritt die Rechteklärungsagentur Greenlight auf Ersuchen der John Wayne-Stiftung das Vermächtnis des Schauspielers in allen Lizenzfragen. Für Österreich, Deutschland, Schweiz und Italien ist Greenlight-Managerin Kathrin Schael zuständig, die stolz auf ihre Neuerwerbung ist: "John Wayne ist eine Ikone - skandalfrei und authentisch. Das kommt vielen Marken und Produkten zugute“, glaubt sie. Überhaupt erkennt sie eine Renaissance verstorbener Persönlichkeiten in der Werbung. "Der Kunde weiß ganz genau, was er bekommt. Dieser Star kann nicht mehr ohne Führerschein oder alkoholisiert fahren und damit der Marke eventuell Schaden zufügen“, so Schael.

Neben John Wayne würden deshalb auch Albert Einstein, Steve McQueen oder Thomas Edison sehr gefragt sein. Auch Martin Luther King, Maria Callas oder Charlie Chaplin zählen zu Greenlights Klientel. Steve Mc Queen ist in einer Kampagne des Uhrenherstellers Tag Heuer im Einsatz und Charlie Chaplin warb jüngst für den Papierriesen Mondi. Rechteverhandlungen dauern je nach Kunden zwischen wenigen Tagen und mehreren Monaten, sagt Schael.

Greenlight ist ein Tochterunternehmen der US-Firma Corbis, die im Eigentum von Microsoft-Gründer Bill Gates steht. Haupteinnahmequelle von Corbis ist ihr umfangreiches Bildarchiv, das mehr als 100 Millionen Bilder umfassen soll. Umsatzschätzungen reichen von 100 bis 150 Millionen Euro. Greenlight zählt dabei in der Gates-Firma zu den Wachstumstreibern. Zuletzt soll das Geschäft mit der Rechteklärung 20 Prozent von Corbis oder 20 bis 30 Millionen Euro ausgemacht haben.

Schael gibt sich in Sachen Zahlen sehr zugeknöpft. "Alle von uns Vertretenen legen größten Wert auf Vertraulichkeit“, sagt die Managerin. Meist aber, so Schael, komme das für Kampagnen eingenommene Geld einem guten Zweck zugute. Die Stiftung von John Wayne, der an Krebs gestorben ist, gibt das Geld für den Kampf gegen Krebs aus. Oder Einnahmen aus den Rechten von Albert Einstein wandern in die Universität von Hebron.

Nicht immer läuft bei der Rechteklärung alles reibungslos ab. 40 bis 50 Rechteverletzungen an den von ihnen vertretenen Stars zählt Greenlight jährlich.

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