Skylink-Unterlagen verschlampt: Prüfung
durch Rechnungshof verzögert sich

Dass beim Skylink viel schiefgegangen ist, ist bekannt. Aber auch die Aufarbeitung des Debakels läuft alles andere als reibungslos. Laut FORMAT-Informationen sind wichtige Unterlagen zum Bau des 830 Millionen Euro schweren Projekts verlorengegangen. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Aufzeichnungen Lieferanten betreffend, darunter Papiere, die Liefermengen dokumentieren oder etwa die genaue Arbeitstätigkeit.

Der mit der Prüfung des Projekts befasste Rechnungshof (RH) bestätigt fehlende Dokumente. „Durch den Zuständigkeitswechsel beim Projekt sind einige Unterlagen nicht mehr vorhanden“, sagt RH-Sprecherin Helga Berger. Hinzu kommt, dass sich der Flughafen-Vorstand sogar weigert, vorhandenes Material aus der Hand zu geben. Konkret geht es um Kostenberechnungen für den Innenausbau des Skylinks. Der zuständige Vorstand Ernest Gabmann soll, so ist zu hören, die Aushändigung der Dokumente blockieren, weil er keinen Einblick in aktuelle Kalkulationen gewähren will. „Es kommt wegen des Ausbleibens der Unterlagen zu Verzögerungen“, sagt Berger. Der Rechnungshof bleibt indes optimistisch und rechnet noch vor dem Sommer mit der Fertigstellung des Rohberichts.

Wie Insider befürchten, wird aber selbst der Bericht zu keinen Veränderungen führen. Denn um Wirbel vor den Wien-Wahlen im Herbst zu vermeiden, soll Vorstandssprecher Herbert Kaufmann weiter im Amt bleiben. Vor Weihnachten will man ihn aber würdevoll verabschieden. Einen Konsulentenvertrag soll es für Kaufmann jetzt doch geben – ebenso wie eine Abfertigung. Inklusive der verbliebenen Jahresgehälter für seinen Fünf- Jahres-Vertrag soll er nach aktuellem Stand 1,5 Millionen Euro lukrieren. Kaufmann selbst dürfte dem Ganzen nicht mehr im Weg stehen. Er hat vom ganzen Tamtam genug.

Silvia Jelincic

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