Schlampereien und Schuldzuweisungen: Chaos in der Causa Meinl

E-Mail-Verkehr zwischen Ermittlern und Ex-Gutachter wirft kein gutes Bild auf die Arbeit der Justiz.

Dass die Meinl-Ermittler Markus Fussenegger und Wilfried Neurauter keinen guten Draht zu dem mittlerweile zurückgetretenen Gutachter Fritz Kleiner hatten, ist bekannt. Wie sehr sich die Genannten über Monate in einen Kleinkrieg verstrickten, zeigen nun E-Mails, die FORMAT vorliegen.

Man schob sich gegenseitig die Schuld an fehlenden oder falsch eingeordneten Aktenteilen zu. So schrieb Chefermittler Wilfried Neurauter unter dem Betreff „Spurensuche“ im Juli 2011 – also mehr als ein Jahr nachdem Kleiner das Gutachtermandat übernommen hatte: „… im Zuge dieser Inventur stellten sich Fehlstände heraus bzw. konnten zahlreiche Schriftsätze nicht mehr ihren Fundstellen zugeordnet werden.“ Und weiter: „Wir haben von Dr. Kleiner keinen USB-Stick geschickt bekommen. Ich weiß nicht, wo gegenständliche Unterlagen tatsächlich sind.“ Er warnt: „Irgendwann mag es vielleicht zu einem Prozess kommen, und da sollten wir dann auch wissen, woher welche Informationen stammen.“

So geht es rund einen Monat hin und her. Immer werden Aktenteile von irgendjemandem gesucht und das Fehlen dieser dem jeweils anderen angelastet. Im November 2011 schmiss Kleiner sein Mandat hin, der Druck vonseiten der Ermittler auf ihn sei zu groß geworden, vertraut er einem Tagebuch an. Am 30. April hätte er ein Gutachten vorlegen wollen. Dies wird dem neuen Gutachter Martin Geyer nicht gelingen. Thomas Vecsey, Sprecher der StA Wien: „Wesentliche Unterlagen aus der Schweiz und Liechtenstein fehlen.“

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