Schadenersatzklage: Niedermeyer-Stiftung will vier Millionen Euro von Immoeast

Die Niedermeyer-Stiftung klagt Immoeast, Constantia und Karl Petrikovics auf Schadenersatz.

Für den nicht gerade als großzügig bekannten Christian Niedermeyer ist der Fall der Immofinanz-Gruppe eine wahre Katastrophe. Der ehemalige Handelsunternehmer zählt über die Christian Niedermeyer Privatstiftung, deren Stifter er ist, zu den Immoeast-Großaktionären. Die Stiftung besitzt mehr als 400.000 Aktien – gekauft zu Kursen zwischen 8,25 und 10,20 Euro. Insgesamt investierte die Stiftung ziemlich genau vier Millionen Euro bei zwei Kapitalerhöhungen 2006 und 2007. Bei einem aktuellen Kurs von 0,35 Euro ist das Paket jetzt nur noch 150.000 Euro wert.

Millionenschaden-Ersatz
Jetzt will die Stiftung auf dem ­Gerichtsweg ihr Geld zurückholen. Geklagt wurden neben der Immoeast die Emissionsbank Constantia Privatbank (CPB) und der Exchef beider Firmen, Karl Petrikovics. Begründung in der Niedermeyer-Klage, die FORMAT exklusiv vorliegt: „Hätte die Klägerin gewusst, wie es tatsächlich um die Immoeast steht sowie wofür die Kapitalerhöhungsmittel tatsächlich verwendet werden würden, hätte sie keine der beiden Kapitalerhöhungen gezeichnet und keine Aktien erworben.“ Deshalb wird Schadenersatz in der Höhe von vier Millionen Euro verlangt.

Herbe Kritik
Vor allem dass Mittel statt in Immobilieninvestments als unbesicherte Darlehen an die Muttergesellschaft Immofinanz flossen, wird in dem Papier heftig kritisiert. Unzureichend informiert fühlt sich der Aktionär auch über die Verlängerung des Managementvertrages mit der CPB auf zehn Jahre. Der Kläger kommt zum Schluss: „In Wahrheit ist davon auszugehen, dass wenig von dem stimmt, was Immoeast und CPB in den letzten Jahren erklärt, berichtet, in Prospekten und Geschäftsberichten dargelegt haben“. Aber auch persönlich soll Petrikovics Niedermeyer immer wieder versichert haben, dass sein Geld bei ihm in sicheren Händen wäre.

Von Angelika Kramer

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