S7 auf der Suche nach starkem Österreich-Konsortium

Im Gegensatz zu Lufthansa und Air France braucht die russische S7 nicht nur ein Österreich-Konsortium, das 25 Prozent an der AUA übernimmt, sondern eine Gruppe, die längerfristig die Mehrheit hält. Denn die AUA darf nicht von außerhalb der EU kontrolliert werden. Wie FORMAT berichtete (Siehe Andockmanöver von Austrian Airlines ), war anfangs eine – eigentümerlose – Privatstiftung angedacht, um diese Hürde zu nehmen. Doch eine solche Konstruktion dürfte rechtlich zu angreifbar sein. Will die S7 eine Chance bei der AUA haben, wird sie sich mit 49 Prozent begnügen müssen und eine Gruppe von Österreichern (oder EU-Bürgern) finden müssen, die 51 Prozent nimmt.
Eine solche Gruppe auf die Beine zu stellen, ist die Aufgabe des Generals von Raiffeisen Oberösterreich und von Stephan Zöchling, unter anderem Chef der Finanzierungsgesellschaft Capnova Equity Investors. Zöchling hat mit seiner früheren Firma Lead Equities unter anderem die Palmers-Übernahme organisiert und verfügt über gute Kontakte zu potenten Investoren.

Interesse vorhanden
Die Struktur für die AUA steht noch nicht. Überraschenderweise ist laut Insidern das Interesse, sich zu beteiligen, sowohl bei gut gepolsterten heimischen Privatstiftungen als auch bei einigen Großunternehmen gar nicht so gering. Der Unternehmer Hans Schmid hält etwa bereits 3,5 Prozent, die Wiener Städtische würde ihren Anteil aufstocken, der Investor Auer von Welsbach hat seine Bereitschaft bekundet.
Wie FORMAT in Erfahrung bringen konnte, würden Scharinger und Zöchling im Fall des Falles auch in Vorlage treten und die fehlenden Anteile auf 51 Prozent über die eigenen Firmen übernehmen – und sie später an Interessenten weiterreichen. Die S7 habe kein Problem, in der Minderheit zu bleiben, meint ein Beteiligter: „Der Air Berlin genügen bei NIKI sogar 24 Prozent als strategischer Partner.“

Von Andreas Lampl

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