Raiffeisen trennt sich von Markus Rogan: Ausbildung zum Banker wird abgebrochen

Der Schwimmsportler Markus Rogan muss sein Trainee-Programm bei der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien (RLB) frühzeitig abbrechen.

Die Prügelaffäre hat für Markus Rogan nun noch ein Nachspiel. Die Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien (RLB NÖ-Wien) hat laut FORMAT vorliegenden Informationen das Dienstverhältnis mit dem 27-jährigen Praktikanten gelöst. Bis Monatsende muss Rogan sein luxuriöses Büro im Wiener Looshaus räumen. Georg Kraft-Kinz, Vorstand der RLB NÖ-Wien, bestätigt die FORMAT-Recherchen: „Herr Rogan wird das Unternehmen Ende September verlassen. Die Entscheidung wurde im beiderseitigen Einvernehmen getroffen.“

Einbruch der Marke Rogan
Eine viel versprechende Karriere als Private Banker endet so nach weniger als einem Jahr. Im November 2008 stieg Rogan ins elitäre Raiffeisen-Trainee-Programm ein und wollte hoch hinaus: „Jetzt ist die beste Zeit, ins Bankgeschäft einzusteigen.“ (Siehe Interview ) . Seither sind nicht nur die Märkte zusammengebrochen, auch die Marke Rogan hat Dellen erlitten: Trennung von Ex-Miss-Austria Christine Reiler, Nieder­lagen bei der Schwimm-WM und zuletzt der folgenschwere Diskothekenbesuch in Italien. Zur Erinnerung: Anfang ­August wurde bekannt, dass Rogan in eine Schlägerei in der Nobel-Diskothek „Shilling“ in Ostia bei Rom verwickelt war. Nachdem die Türsteher dem ­betrunkenen Rogan den Zutritt verweigerten, kam es zu Handgreiflichkeiten. Ein riesiger Medienwirbel und wochenlange Polizeiermittlungen waren die Folge. Rogan verwickelte sich immer mehr in Widersprüche. Übrig blieb ein reichlich ramponiertes Image des eins­tigen Medaillenabräumers.

Werbeeffekt unter den Erwartungen
Auch der Sponsorenvertrag mit dem Giebelkreuz-Konzern dürfte demnächst Geschichte sein und nicht mehr verlängert werden. Er läuft wie Rogans Bankpraktikum am 30. September aus. Für ein Ende der langjährigen Beziehung zwischen Rogan und Raiffeisen spricht: Die Werbewertschöpfung liegt nach Ausbleiben der sportlichen Erfolge deutlich unter den Erwartungen. Und ein populärer Volksheld wie die beiden anderen großen Raiffeisen-Werbeträger – Thomas Muster und Hermann Maier – war Rogan ohnehin nie. Rogan plant nun ein Post-Graduate-Studium in den USA.

Von Ashwien Sankholkar

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