Pecik hat ein neues Ziel, die AMAG

Wie FORMAT aus Bankkreisen erfahren hat, arbeitet Investor Ronny Pecik bereits an seinem nächsten Coup: Jetzt will er auch noch bei dem oberösterreichischen Aluminumkonzern AMAG einsteigen.

Dafür geht Pecik seit Wochen bei potenziellen Investoren Geld sammeln. Dies wurde FORMAT von mehreren Seiten bestätigt. Pecik selbst war für ein Statement nicht erreichbar, er weilte im Ausland.

Etwas mehr als ein Drittel der Anteile, genauer gesagt 34,5 Prozent, an der börsennotierten AMAG steht zurzeit zum Verkauf. Das Private-Equity-Vehikel von JP Morgan, One Equity Partners (OEP), besitzt diesen Anteil über die CP Group Niederlande und will sich davon trennen. Das bestätigt auch OEP-Sprecher Max Hohenberg: „Wir verhandeln zurzeit mit einigen Interessenten, haben aber keine Eile beim Verkauf.“

Der Börsenwert dieses Anteils liegt aktuell bei knapp 220 Millionen Euro. Allerdings kann man davon ausgehen, dass sich die OEP nur zu einem deutlich höheren Preis von dem Paket trennen wird. Benchmark sei der Emissionskurs von 19 Euro, zu dem die AMAG vor einem Jahr an die Börse gebracht wurde.

Pecik war schon bei Scharinger

Neben OEP halten auch die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich (11,5 Prozent) und die Oberbank (fünf Prozent) größere Pakete an der AMAG. Es ist davon auszugehen, dass die OEP bei der Wahl eines Käufers auf die beiden Co-Aktionäre Rücksicht nehmen wird. Pecik soll deswegen auch schon bei Noch-RLB-Boss Ludwig Scharinger vorstellig geworden sein.

Die AMAG entwickelte sich in den letzten Monaten sehr gut: Das operative Ergebnis konnte in den ersten neun Monaten 2011 um 22 Prozent auf mehr als 90 Millionen Euro gesteigert werden. Für das Gesamtjahr wird mit einem Rekord gerechnet.

Angelika Kramer

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