Pechsträhne für Christian Jagerhofer: Nun ist seine Merchandising-Firma Foccini insolvent

Christian Jagerhofers Pechsträhne will nicht abreißen: Nach früheren Pleiten ging nun auch seine in Kanada ansässige Merchandising-Firma Foccini in die Insolenz.

Für Christian Jagerhofer hätte es 2009 besser laufen können. Der jüngere Bruder des bekannten Eventveranstalters Hannes musste mitansehen, wie die Erste-Bank-Tochter capexit den ÖSV-Ausstatter Anzi Besson in die Insolvenz schlittern ließ. Dabei hatte Jagerhofer, 45, vormals Generalimporteur von Anzi Besson Österreich, noch kurz vor der Pleite 340.000 Euro in das finanziell angeschlagene Unternehmen gesteckt. Damit nicht genug.

Foccini-Insolvenz angemeldet
Gleich zu Jahresbeginn ging seine Pechsträhne weiter. Denn Jagerhofer musste nun auch seine in Kanada ansässige Firma Foccini in die Insolvenz schicken. Also ­jenes vor kurzem in Bardi umbe­nannte Unternehmen, zu dessen Börsengang 2003 namhafte Gäste wie Exminister Karl-Heinz Grasser und Airliner Niki Lauda erschienen waren. Die Merchandising-Firma war unter anderem auf die Herstellung von Werbeartikeln für Handelsfirmen spezialisiert.

Großkunden gänzlich ausgefallen
In einem FORMAT vorliegenden Schreiben des Alpenländischen Kreditorenverbands für Kreditschutz und Betriebswirtschaft (AKV) wird die Wiener Rechts­anwältin Eva Rieß als Masseverwalterin genannt. Auf Seite 2 des AKV-Schreibens heißt es: „Hinsichtlich der Insolvenzursachen wird im Antrag (Konkursantrag, Anm.) angeführt, dass es aufgrund der aktuellen Wirtschafts­lage, speziell im Tätigkeitsfeld der Gemeinschuldnerin, zu massiven Einsparungen bei deren Kunden gekommen sein soll. Zudem sollen Großkunden gänzlich ausgefallen sein. Die Verbindlichkeiten werden im Antrag mit ca. 755.000 Euro beziffert.“

Anrainer-Probleme im Terrassinger
Auch als Gastwirt konnte ­Jagerhofer, gelernter Fotograf und ehemals Marketingleiter von Magic Life, nicht Fuß fassen: Vor mehr als zwei Jahren eröffnete er in Wiener Naschmarkt-Nähe das Lokal Terrassinger, das ebenfalls kein Erfolg wurde. „Nach 22 Uhr gab es Probleme mit den Anrainern, und der Naschmarkt hat uns viele Gäste weggenommen“, sagte Jagerhofer im Juli 2009 zu FORMAT. Und: „Ich habe schon wieder viele Ideen.“ Bleibt nur zu hoffen, dass die aufgehen und Christian Jagerhofer doch noch in die Fuß­stapfen seines großen Bruders Hannes tritt.

Silvia Jelincic

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