Opel Wien zittert vor GM-Plänen

Der deutsche Autohersteller Opel könnte vor massiven Umwälzungen stehen. Von Umstrukturierungen bis hin zu Werksschließungen wird derzeit nichts ausgeschlossen. Davon unmittelbar betroffen wäre auch das Wiener Motoren- und Getriebewerk des Opel-Mutterkonzerns General Motors ­Powertrain, das rund 75 Prozent seiner Fabrikate an die Opelwerke liefert.

Produktionsverlagerung nach Südkorea?

Dem „Wall Street Journal“ zufolge fordert GM deutlich mehr Zugeständnisse der Opel-Gewerkschaften als bisher, da die Einschnitte vor zwei Jahren unzureichend seien. Sollte die Sanierung nicht erfolgreich sein, sei eine
Produktionsverlagerung nach Südkorea an­gedacht. Der Opel-Betriebsrat wies diese ­Gerüchte zurück, Pressesprecher Stefan Weinmann wollte gegenüber FORMAT die Möglichkeit einer Werksschließung zumindest nicht dementieren. „Derzeit erarbeiten wir intern Strategien, um wieder profitabel zu werden“, so Weinmann. Die Überlegungen würden alle Bereiche, auch das Werk in Wien, mit­ ­einschließen. Vor allem die Finanzkrise würde Opel zusetzen. Weinmann: „Die Auswirkungen sind seit dem zweiten Halbjahr 2011 massiv spürbar und werden sich fortsetzen.“ Opel schreibt seit dem Jahr 2000 rote Zahlen. In den ersten neun Monaten 2011 hat Opel mehr als eine halbe Milliarde Euro Verlust verbucht.

-Anneliese Proissl

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