Österreichs Banken: Euro-Krise verschärft Risiko in Osteuropa

Österreichs Banken: Euro-Krise verschärft Risiko in Osteuropa

Verstaatlichte und teilverstaatlichte Banken brauchen nach wie vor Staatshilfe.

Die US-amerikanische Ratingagentur Moody’s hat dem österreichischen Bankensektor erneute Aufmerksamkeit beschert: Moody’s setzte die Bonität der Erste Bank um zwei Stufen, jene der Raiffeisen Bank International und der UniCredit Bank Austria um je eine Stufe herab. Die Begründung: eine zu geringe Eigenkapitalausstattung und vor allem das durch die Eurokrise steigende Risiko in einigen Ländern Osteuropas.

Für viele Analysten kam der Schritt nicht unerwartet. Das große Osteuropa-Exposure der österreichischen Banken ist bekannt. Ende Mai hat die EU-Kommission davor gewarnt, dass Österreich sich mit "speziellen Herausforderungen konfrontiert sieht, weil sich die Qualität der Anlagen in einigen dieser Wirtschaften noch verschlechtern kann“.

Während sich Länder wie Tschechien und Polen nach wie vor positiv entwickeln, ist man etwa in Rumänien, der Ukraine und Ungarn mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten konfrontiert. Laut der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich belief sich das gesamte Exposure österreichischer Banken in Mittel- und Osteuropa im dritten Quartal 2011 auf 236 Milliarden Euro (rund 78 Prozent der heimischen Wirtschaftsleistung).

Die Banken argumentieren, dass den Außenständen auch regionale Einlagen gegenüberstünden, und plädieren für eine differenzierte Betrachtung der Region. Sie rechnen nicht mit höheren Finanzierungskosten. Moody’s hält ihr Geschäftsmodell für prinzipiell haltbar.

Restrukturierung. Der Ausbruch der Finanzkrise 2007 hat auf dem heimischen Bankensektor dennoch starke Spuren hinterlassen. Nach den Verstaatlichungen der Hypo Alpe-Adria-Bank und der Kommunalkredit mussten im Frühjahr auch die Österreichischen Volksbanken (ÖVAG) teilverstaatlicht werden. Allein 2012 benötigen die KA Finanz, die Bad Bank der Kommunalkredit, 1,3 Milliarden und die ÖVAG 1,05 Milliarden Euro an Staatshilfe.

Industrie 4.0 und das flexiblere Arbeiten: Die Vorzüge der Automatisierung kommen mit verbesserter Kommunikation zwischen Maschinen noch besser zum Einsatz.
 

Business

Wegbereiter einer neuen Industrie

Boom oder Crash? Unternehmen brechen durch die Kämpfe in der Ukraine und im Nahen Osten Exportmärkte weg. In Österreich macht sich die Sorge vor einer neuen Krise breit.
 

Business

Comeback der Krise?

Innovationskraft: Forschung und Entwicklung sind die Grundlage des Erfolgs der heimischen Industriebetriebe.
 

Business

Innovation - der wichtigste Rohstoff