ÖBB baut neue Kraftwerke

Weil Energie teuer geworden ist, wollen die ÖBB in den nächsten Jahren kräftig in eigene Kraftwerke investieren. Nicht nur vier bestehende Standorte wie jener am Arlberg sollen ausgebaut werden. Wie FORMAT erfuhr, plant ÖBB-Bau-Vorstand Gilbert Trattner, gleich mehrere Wasserkraftwerke neu zu bauen. „Wir prüfen dezeit sechs Standorte für neue Projekte“, sagt Johann Pluy, der zuständige ÖBB-Geschäftsbereichsleiter. Mindestens 700 Millionen Euro sollen dafür investiert werden. „Unser Ziel ist es, dass bis 2020 die Hälfte des benötigten Stroms aus Eigenerzeugung kommt“, so Pluy. Derzeit sind es 34 Prozent.
Bahnintern ist das Vorhaben nicht unumstritten. Es werde zu viel ans Bauen und zu wenig ans Zugfahren gedacht, so die Kritik. Aber auch sonst droht Ungemach schon vor Baubeginn im Jahr 2011: Das größte der Kraftwerke wollen die ÖBB im Ötztal bauen. Genau dort, wo der Tiroler Landesversorger Tiwag eine Wasserüberleitung für das Kraftwerk Kaunertal errichten will. Beide Projekte werden aber mit Sicherheit nicht bewilligt. Die ÖBB wollen nun mit der Tiwag verhandeln. Deren Chef Bruno Wallhöfer: „Unsere Pläne stehen. Wenn beide Projekte realisiert werden, müssen die ÖBB ihres verkleinern.“

Von Barbara Nothegger

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