Niki Lauda in Interview zum AUA-Verkauf: „Dann kann ich gleich zusperren“

Niki Lauda ärgert sich über die österreichische Regierung.

Format: Herr Lauda, sind Sie zufrieden, dass die EU den AUA-
Deal vertieft prüft und die 500 Millionen Euro als Staatsbeihilfe wertet?

Lauda: Ich bin froh, dass EU-Kommissarin Kroes der schamlosen Monopolbildung in letzter Sekunde einen Riegel vorgeschoben hat. Ich finde es aber eine Frechheit, dass die österreichische Regierung sich nur darum kümmert, die AUA mit möglichst wenig Auflagen an die Lufthansa anzubringen. Um den Markt scheren sich die Politiker nicht.

Format: Sie meinen, um Niki Lauda kümmert sich keiner?
Lauda: Nein, es geht nicht nur um mich. Es geht um den heimischen Flugmarkt und seine Passagiere. Wenn Lufthansa-AUA ein Monopol herstellen, wie sie es geplant haben, wird kein Österreicher mehr billig irgendwohin fliegen können. Die Zeiten günstiger Tickets sind in ­diesem Land dann vorbei. Punkt.

Format: Wieso? Wird Ihre Airline NIKI dann die Preise anheben?
Lauda: Wenn die Lufthansa alles kriegt, was sie will, dann würde ich nicht mehr lange fliegen. Weil NIKI im Verkehr nach Deutschland, nach Brüssel, in die Schweiz oder nach Norditalien gegen die Vertriebs­power der Lufthansa nicht die geringste Chance hat. Und wenn ich in diesen Märkten abgemeldet bin, kann ich zusperren. So einfach ist das. Deswegen ist es so wichtig, dass AUA-Lufthansa vorhandene Verbindungen wirklich abgeben müssen. Und deswegen ist das Vorgehen der Regierung eine Frechheit.

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