Neue Abhörprotokolle zur Causa Grasser: Mögliche Bestechung eines Staatspolizisten

Karl-Heinz Grasser und sein Freund Walter Meischberger haben am 28. Jänner 2010 ein abendliches Telefonat geführt, dass die mögliche Bestechung eines Staatspolizisten zum Inhalt hatte..

Meischberger zu Grasser laut Protokoll: „Viel Geld ist es nicht. Aber eigentlich nichts. Aber es ist eine klassische Geschichte vom bestochenen Beamten um 5.000 Euro.“

Grasser reagierte laut FORMAT zunächst fassungslos. „Ich bin irgendwie sprachlos bei den Dingen, die Du mir da sagst. Dass das Land so korrupt ist und so beschissen funktioniert und so politisch gelenkt ist, macht mich wirklich sprachlos“, so Grasser laut Protokoll. Doch die Fassung erlangte er rasch wieder. Er machte Meischberger einen Vorschlag, wie er das medial ausnützen könnte. Interesse vortäuschen und dann den Übeltäter in einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit präsentieren. „Wenn es eine Falle ist, eine Gegenfalle daraus machen.“ Meischbergers Reaktion: „Oder Du zahlst und gehst hin und schickst einen anderen und gehst nicht selber hin. Also dann ist es eine andere Strategie. Dann ist die Hoffnung, dass es zu einer Information kommt, die uns weiterhilft.“ Grasser zum Abschluß des heiklen Gesprächsthema: „Vielleicht kannst Du einmal den Staatspolizisten treffen.“

Die Abschrift des Abhörprotokolls Nummer 17 mit dem „Gesprächsinhalt: Staatspolizist (Bestechung 5.000 Euro)“ ist Teil einer parlamentarischen Anfrage an Justizministerin Claudia Bandion-Ortner, die von der grünen Nationalratsabgeordneten Gabriela Moser eingebracht wurde. Moser: „Die Protokolle zeigen, dass Karl-Heinz Grasser, dem Vorschlag nicht ablehnend gegenüberstand, einen Staatspolizisten gegen Geld Informationen zum Buwog-Verfahren zu entlocken.“

Parlamentarische Anfrage der Abgeordneten Moser als Download

- Ashwien Sankholkar

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