"Mit uns hat man einfach nie geredet“

"Mit uns hat man einfach nie geredet“

FORMAT: Warum blockieren Sie die Gesundheitsreform?

Artur Wechselberger: Dass gespart werden muss, sehen wir ja ein. Aber unsere Ärzte wollen wissen, wo letztlich primär versorgt wird, ob im niedergelassenen Bereich oder im Krankenhaus. Mit uns hat man einfach nicht geredet.

Kritiker meinen, es gehe der Kammer nur um Machterhalt bei der Vergabe von Kassenstellen.

Wechselberger: Unsinn. Aber das System hat sich einfach bewährt. Wir haben immer dafür gesorgt, dass wir eine gute regionale Versorgung haben. Das funktioniert wesentlich besser als eine Stellenplanung auf dem Weg politischer Interventionen.

Wollen Sie abstreiten, dass es medizinische Unterversorgung am Land und Überversorgung in Ballungsräumen gibt?

Wechselberger: Das ist leider eine Gegebenheit. Ärzte gehen eben lieber in die Stadt als aufs Land. Das ist eine generelle Tendenz, die im Gesundheitswesen besonders auffällig ist und der entgegengewirkt werden muss. Aber das haben wir immer im Auge gehabt. Und ich glaube nicht, dass man sich etwas Gutes tut, wenn man ein bewährtes System ändert.

Wird im Jänner gestreikt?

Wechselberger: Das hängt jetzt ganz davon ab, wie die Verhandlungen laufen. Ich bin ein Optimist und gehe davon aus, dass man auf unsere wenigen und erfüllbaren Forderungen noch eingehen wird.

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