Mirko Kovats: „Ein
chinesischer Kunde
ließ uns hängen“

Der A-Tec-Boss über den Kampf um sein Lebenswerk und die Chance, es zu retten.

FORMAT: Herr Kovats, die A-Tec steht vor der Pleite. Wie hat es so weit kommen können?

Kovats: Die Entwicklungen waren nicht vorhersehbar. Erst Montagabend hat uns ein chinesischer Kunde mit einem Kraftwerksprojekt in Australien hängen lassen. Es war schon zu 95 Prozent fertig und bringt uns nun um 220 Millionen Euro. Wir werden deshalb rechtliche Schritte einleiten. Hinzu kommen Kostenüberschreitungen bei einem anderen Kraftwerksbau in Australien, woran ein zu bürokratisches, vergewerkschaftlichtes Umfeld schuld war.

FORMAT: Bis Ende Dezember wird sich zeigen, ob die A-Tec überleben kann. Was bieten Sie Ihren Gläubigern?

Kovats: Mich trifft die Sache hart. Ich habe im In- und Ausland monatelang unermüdlich nach Geldgebern gesucht. Die A-Tec hat 350 Millionen Euro Verbindlichkeiten, rund 350 weitere Millionen fallen in Form von Haftungen an. Wir bieten unseren Gläubigern 30 Prozent ihrer Forderungen.

FORMAT: Zweifeln Sie an Ihrer Führungskompetenz?

Kovats: Ich bleibe an der Spitze der A-Tec und habe nun auch den Vorsitz der Anlagenbautochter AE&E übernommen, um mich zu vergewissern, dass die Sache läuft.

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