Martin Huber und Karl Petrikovics als Berater für künftigen Finanzdienstleister tätig

Ex-ÖBB-Chef Huber und Ex-Immofinanz-Chef Petrikovics versuchen sich gemeinsam als Berater eines Finanzdienstleisters.

Die Abfuhr soll Martin Huber (im Bild) tief getroffen haben. Der Ex-Chef der ÖBB hatte sich um einen Auftrag bei der Post beworben, war dort aber abgeblitzt. „Er wollte sich nach der Verlegung der Zentrale in den 3. Bezirk um die Projektentwicklung im Stammhaus in der Postgasse kümmern, aber mit ihm wollen wir nicht“, sagt ein leitender Post-Angestellter. Mit einem anderen Projekt hat der in Zusammenhang mit seinen privaten Immo-Deals und ÖBB-Spekulationsgeschäften in Verruf geratene Manager aber Glück: Für seinen Freund, den Immobilieninvestor Erwin Krause, fungiert Huber als Berater. Ebenso wie Krauses Intimus Karl Petrikovics, früher Vorstandschef der Immofinanz, gegen den heute wegen Untreue und Betrugs ermittelt wird.

"Der neue AWD"
Konkret geht es laut FORMAT-Recherchen um die Gründung eines Finanzdienstleisters, an dessen Spitze Walter ­Schuster, einst Österreich-Chef von Standard Life, installiert wird. Noch im Oktober wird die Aktiengesellschaft gegründet, deren Gesellschafter neben Schuster und Krause vornehmlich Banken und Versicherungen sein sollen. „Sie wollen der neue AWD werden“, sagt ein Insider. Im Klartext: ein Strukturvertrieb mit umfassender Produktpalette – von Aktien und Anleihen über Lebensversicherungen bis zu Fondsansparplänen und Zukunftsvorsorge. Auf Anfrage geben sich die Manager wortkarg. „Über künftige Geschäfte spreche ich nicht“, sagt Huber. „Es gab Beratungsgespräche im Vorfeld der Gründung“, sagt Petrikovics knapp, und Schuster meint, im Rahmen einer möglichen Pressekonferenz Rede und Antwort über das Projekt zu stehen. Auch eine stille Beteiligung von Petrikovics und Huber soll geplant sein, jeweils unter zehn Prozent. Das wird aber dementiert.

Von Silvia Jelincic

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