Küniglberg: Gemeinde Wien unterstützt den ORF im Kampf gegen den Denkmalschutz

Diese Woche hat Alexander Wrabetz den offiziellen Startschuss für die Abwanderung des ORF-Zentrums vom Wiener ­Küniglberg gegeben. Den Plänen des ORF-Generals, durch den Verkauf des Geländes in Hietzinger Bestlage die Finanzen gehörig aufzubessern, steht allerdings der Denkmalschutz des gesamten Objektes entgegen. Denn nur durch einen Abriss des von Architekt Roland Rainer entworfenen Rundfunkgebäudes und anschließende Neubebauung könne wirklich viel Geld herausgeholt werden, bestätigen Immobilienexperten. Am Fall des Denkmalschutzes wird deshalb bereits eifrig ge­arbeitet.

„Es liegt ein Antrag der Stadt Wien zur Aufhebung des Denkmalschutzes vor“, bestätigt eine Sprecherin des Bundesdenkmalamtes. Über diesen Antrag werde nun bis Ende März entschieden. Gegen eine Aufhebung macht sich vor allem die Wiener ÖVP stark. Parallel dazu werden Pläne gewälzt, den Küniglberg als Altersheim, Mediencluster oder Campus für Bildungseinrichtungen zu nutzen. Die ebenfalls im Besitz des ORF stehenden Rosenhügel-Studios wurden bereits einem ­Immobilienexperten zur Käufersuche gegeben. Als neuer ORF-Standort werden entweder St. Marx oder gar der zur Immofinanz gehörige Citytower in Wien-Mitte gehandelt.

Von Angelika Kramer

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