Kovats: Alles muss raus

Matthias Schmidt, A-Tec-Masseverwalter, will rasch Kasse machen. Nicht nur, dass der Wiener Rechtsanwalt nach Käufern für die A-Tec-Töchter Emco (Werkzeuge) und Brixlegg (Kupfer) sucht. Er will auch den Rest des verwertbaren Vermögens schnell anbringen.

Dazu zählen neben dem Kohlekraftwerk Voitsberg ein Flugzeug der Marke Challenger 300 – noch bis vor kurzem der Firmenjet des Managements – und mehrere Autos. Verkauft werden etwa ein in die Jahre gekommener Porsche Cayenne von A-Tec-Vorstand Christian Schmidt sowie ein alter Bentley und ein Passat Kombi. Einige der Autos gibt es schon für wenige Tausend Euro.

Damit nicht genug. Wer will, kann auch die Büroeinrichtung von A-Tec-Gründer Mirko Kovats und seinen Kollegen ergattern, darunter Kovats’ Schreibtisch, die dazugehörigen Lederstühle und der gläserne Tisch aus dem Besprechungszimmer. „Alle Anfragen können an mich geschickt werden, ich leite sie dann weiter“, sagt Schmidt – also an schmidt@preslmayr.at .

Kovats selbst will von seinen alten Sachen nichts mehr wissen, zu viele Emotionen seien daran gekoppelt, sagt der 62-Jährige. Er hat ein neues Office in seinem Hotel Airo Tower in Wien-Oberlaa, wo auch die A-Tec sitzt – nunmehr eine leere Holding, die als Hülle erhalten bleibt.

Während Masseverwalter Schmidt den Abverkauf emotionslos abwickelt, sorgt seine hohe Gage für Diskussionen. Laut FORMAT vorliegenden Papieren bekommen Schmidt und sein aus einer Hand voll Mitarbeitern bestehendes Team für das Sanierungsverfahren 3,35 Millionen Euro brutto. Noch einmal so viel könnte es nach der Verwertung der Assets geben. „Alle Beträge werden rechtlich festgesetzt“, sagt Schmidt dazu.

– Silvia Jelincic

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