Klasse für die Masse: Luxusteppich-Händler Ali Rahimi beliefert die Handelskette Metro

Bislang hat der Wiener seine Teppiche meist an Privatkunden ­verkauft. Jetzt beliefert er auch die deutsche Handelskette Metro. Der Unternehmer verhandelt in Österreich bereits mit mehreren Lebensmittelhandelsketten, die seine Teppi­che ab 2009 anbieten wollen.

Der Wiener Teppichhändler Ali Rahimi ist als Geschäftemacher mit gutem Geschmack bekannt: Seine Teppiche zieren die Böden nobler Hotels, bekannter Firmen und vermögender Priva­tiers. Doch Rahimi will nicht mehr „nur“ der Händler reicher Privatkunden sein: Der 44-Jährige beliefert künftig auch Handelsketten. Seine Devise: Klasse auch für die breite Masse.

Die Männer aus dem Orient
Vor fünfzig Jahren hat Abbas Rahimi den Teppichladen Rahimi & Rahimi in der Wiener Spiegelgasse 6 eröffnet. Das mehr als tausend Quadratmeter große Geschäft führt heute sein Sohn Ali – mit Erfolg. „In Europa gehören wir zu den gro­ßen Teppichhändlern“, sagt der Junior. Auf der Suche nach erlesener Ware aus aller Welt bereist der gebürtige Perser, der mit seiner Familie als Vierjähriger nach Wien kam, ferne Länder wie Indien, China und den Iran. Die Teppiche sind aus Seide, Baumwolle und Schurwolle und können ordentlich ins Geld gehen: Ein zwei Meter breiter, drei Meter langer Teppich kos­tet bis zu 300.000 Euro. ­„Schöne Teppiche in dieser Größe gibt es aber auch schon ab 500 Euro“, versichert Rahimi.

Einstieg bei Metro
Preiswerte Teppiche gibt es künftig vor allem bei der Handelskette Metro. In Deutschland ­beliefert Rahimi nun die 350 zur Gruppe gehörenden Real-Märkte, auch in Österreich ist die Einführung gut angelaufen: Drei Metro-Standorte in Wien führen Teppichmodelle zu Einstiegspreisen ab 6,90 Euro. Kommt die Ware gut an, wird expandiert. „Die Qualität ist top“, meint Rahimi – was allerdings die Frage aufwirft, wie gut Qualität zu solchen Preisen wirklich sein kann: „Keine Zwischenhändler machen es für den Kunden billiger.“ Metro ist aber nicht die ­einzige Handelskette, die auf Rahimi setzt. Der Unternehmer verhandelt in Österreich bereits mit mehreren Lebensmittelhandelsketten, die seine Teppi­che ab 2009 anbieten wollen.

Von Silvia Jelincic

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