"Klare Reduktionsziele gesucht“

"Klare Reduktionsziele gesucht“

WWF und KMPG haben erhoben, was Führungskräfte österreichischer Unternehmen über Klimawandel, Umweltschutz und Nachhaltigkeit denken.

Ökologie und Ökonomie sind für österreichische Unternehmen längst kein Widerspruch mehr. "Gelebte ökologische Nachhaltigkeit im Wirtschaftsalltag rentiert sich. Davon sind 80 Prozent der im Wirtschaftsbarometer Klimaschutz 2012 befragten heimischen Unternehmen überzeugt“, sagt Thomas Kaissl, Leiter der Abteilung Unternehmenskooperationen des WWF Österreich. Gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen KMPG hat WWF erhoben, welchen Stellenwert Umweltschutz und Nachhaltigkeit bei Unternehmen hat und welche Meinung zur Klimapolitik vorherrscht.

Der Verschärfung von Klimaschutzzielen in Europa steht eine Mehrheit positiv gegenüber. 80 Prozent der Unternehmen sind nämlich skeptisch oder glauben nicht, dass das Zwei-Grad-Ziel, also die Begrenzung des durchschnittlichen globalen Temperaturanstiegs um maximal zwei Grad bis zum Jahr 2050, erreicht werden kann.

Für die Studie wurden 137 Führungskräfte von Unternehmen aus allen Branchen und Unternehmensgrößen befragt. Rund die Hälfte geht davon aus, dass der Kimawandel negative Effekte auf das eigene Unternehmen haben wird.

In den Unternehmen sind aber integrierte Umweltprogramme mit quantitativen Zielen und klaren Verantwortlichkeiten dennoch eher selten. "Nur 37 Prozent der befragten Unternehmen können diese vorweisen“, sagt Kaissl.

Im Vergleich mit früheren Befragungen zeigt sich, dass die Erwartungshaltung der Wirtschaft gegenüber der Politik steigt. "98 Prozent der Unternehmen vermissen klare politische Vorgaben und Maßnahmen, wie die globalen Klimaziele erreicht werden sollen. Gefragt sind also umgehend verbindliche CO2-Reduktionsziele, klare Rahmenbedingungen für die Wirtschaft und effektive Maßnahmen - insbesondere im Hinblick auf die in Kürze startende, für ein Kioto-Folgeabkommen entscheidende Weltklimakonferenz in Doha“, meint Kaissl. Den Konsumenten wird indes eine immer geringere Rolle in Sachen Klimaschutz eingeräumt.

Industrie 4.0 und das flexiblere Arbeiten: Die Vorzüge der Automatisierung kommen mit verbesserter Kommunikation zwischen Maschinen noch besser zum Einsatz.
 

Business

Wegbereiter einer neuen Industrie

Boom oder Crash? Unternehmen brechen durch die Kämpfe in der Ukraine und im Nahen Osten Exportmärkte weg. In Österreich macht sich die Sorge vor einer neuen Krise breit.
 

Business

Comeback der Krise?

Innovationskraft: Forschung und Entwicklung sind die Grundlage des Erfolgs der heimischen Industriebetriebe.
 

Business

Innovation - der wichtigste Rohstoff