KHG wird seinen Drittelanteil an der GPS noch im Juni an Plech abtreten

Die unternehmerische Totgeburt namens GPS Immobilien GmbH soll noch im Juni zu Grabe getragen werden. Karl-Heinz Grasser und Jürgen Schnabl werden ihren Drittelanteil an Mitgesellschafter Ernst-Karl Plech abtreten.

„Der Abtretungsvertrag ist fertig“, bestätigt Schnabl gegenüber FORMAT. „In ein bis zwei Wochen wird es einen gemeinsamen Termin beim Notar geben.“ Mit persönlicher Anwesenheit. Nur so kann die Trennung offiziell werden. Dass KHG sich ständig im Ausland aufhält, verkompliziert die Sache. Dabei war die Geschäftsidee gar nicht so schlecht. Zur Erinnerung: Im Juli 2009 gründeten Grasser, Plech und Schnabl das viel versprechende Joint Venture GPS Immobilien GmbH. Makler Plech und Developer Schnabl brachten das Knowhow ein, und KHG sollte internationale Investoren bringen. Doch aus den ambitionierten Plänen wurde nichts. Denn im Herbst 2009 brach die Buwog-Affäre rund um den Verkauf von 60.000 Bundeswohnungen im Jahr 2004 über KHG und Plech ein ( FORMAT berichtete ).

Selbstanzeigen von Grasser-Freunden Meischberger & Hochegger

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Wien und des Finanzamts Wien lösten Selbstanzeigen bei Grassers Trauzeuge Walter Meischberger und Ex-KHG-Berater Peter Hochegger aus, weil beide beim Buwog-Verkauf an das Immofinanz-Konsortium rund 9,6 Millionen Euro illegale Vermittlungsprovision kassiert hatten. Außerdem nährten die Investigationen, die noch nicht abgeschlossen sind, den Verdacht, dass Meischberger seine Buwog-Provisionen mit Grasser und Plech geteilt hat. KHG und Plech bestreiten das vehement. Für alle gilt die Unschuldsvermutung.

Karl-Heinz Grasser löst sich von Engagements in Österreich

Im April verkaufte er seine Anteile an der JaBo Software Vertrieb- und Entwicklung GmbH („Checkfelix“) an den US-Reisesuchmaschinenbetreiber Kayak Software Corporation. Im Vorjahr legte er sein Aufsichtsratspräsidentschaft beim Fondsverwalter C-Quadrat AG zurück. Im Jahr 2008 trat er seine Anteile an der Valora Solutions Projektbegleitung GmbH zur Gänze an Freund Walter Meischberger ab. Nach dem GPS-Deal bleibt Grasser nur noch die Valuecreation GmbH in Österreich, wo er Geschäftsführer und Alleingesellschafter ist. Den Großteil seines Vermögens bunkert Grasser aber ohnedies seit 2007 im Ausland (Liechtenstein, Zypern).

Keine Fluchtgefahr?

Dass sich Grasser zunehmend im Ausland aufhält und sich nun von Vermögenswerten (GPS, Jabo Software) trennt, alarmiert die Polizei nicht. Auch Fiona Grassers Ankündigung, Österreich für immer den Rücken zu kehren, lässt die Beamten kalt. Warum keine Fluchtgefahr existiert? Weil KHG-Anwalt Manfred Ainedter das als „Unsinn“ bezeichnet und Grasser unschuldig ist.

-Ashwien Sankholkar

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