Joseph Obermoser, Chef von Dior Austria, über die neue Revolution der Nobelmarken

FORMAT: Herr Obermoser, sind die ungewohnt schrillen Entwürfe internationaler Topdesigner eine Antwort auf die Wirtschaftskrise?

Obermoser: Die Krise hat viel kreative Energie freigesetzt. Nach wirtschaftlich schweren Zeiten wird oft versucht, mit gewagten Kreationen zu punkten. Dior war das aber immer völlig egal, wir haben uns nie an Konventionen gehalten und konnten gerade deshalb auch in der Krise wachsen. Bei uns stehen Werte wie Qualität und Tradition im Vordergrund.

FORMAT: Doch auch die Dior- Kreationen scheinen bunter denn je. Ihre Kosmetik-Farben sind ungewohnt stark.

Obermoser: Es gibt bei uns aber nicht mehr Innovationen als sonst. Die Kosmetik hat generell an Bedeutung gewonnen. Frauen geben dafür mehr Geld aus als noch vor der Krise und kaufen neben Makeup auch P_ egeprodukte wie Anti- Aging-Cremen. Der kleine Luxus boomt, weil er das tägliche Wohlbe _ nden fördert, was die Menschen die trüben Zeiten zumindest ein wenig vergessen lässt.

FORMAT: Teurer Luxus verkauft sich vergleichsweise schlecht, vor allem Bekleidung. Wann kommt der Aufwärtstrend?

Obermoser: Der ist jetzt schon spürbar, doch es geht für Luxusmarken genauso wenig rasant aufwärts wie für alle anderen.

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