Josef Zotter im FORMAT-Interview

Der Chocolatier erklärt, warum das Schokoladengeschäft oft bitter ist.

FORMAT: Herr Zotter, der Preis für Kakao ist heuer enorm gestiegen. Es heißt, die Spekulanten seien die Hauptschuldigen.

Zotter: Die sind ein Problem, aber auch die vier größten Schokoladenhersteller, zum Beispiel Barry Callebaut und Cargill, bestimmen die Preise. Sie beliefern auch viele österreichische Händler. Die Herkunft ihres Kakaos ist zu hinterfragen: Wenn die Schokolade billig verkauft wird, ist anzunehmen, dass es auf Kosten Dritter geht. Häufig werden Plantagenarbeiter ausgebeutet. Das ist für niemanden mehr süß.

FORMAT: Ihre Schokolade ist vergleichsweise teuer.

Zotter: Der Kakao, den ich kaufe, ist ja auch viel hochwertiger. Ich zahle zwischen 3.800 und 6.000 Euro pro Tonne. Ich vergewissere mich, dass die Arbeiter gerecht entlohnt werden und dass keine Kinderarbeit betrieben wird.

FORMAT: Wie kann man sich da sicher sein?

Zotter: Indem ich selbst hinfliege und durch die einzelnen Regionen ziehe. In wenigen Wochen fliege ich wieder nach Südamerika. Verhandelt wird wie immer in Augenhöhe mit den Arbeitern.

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